Allenthalben wird über alternative Fortbewegungsmittel gesprochen. Elektroautos, mit Biogas betriebene Busse, Brennstoffzellen – all das gibt es oder wird erforscht. Und möglicherweise hat das Stockacher Narrengericht jetzt sogar einen eigenen Beitrag dazu zu leisten. Nein, kein mit Strafwein betriebenes Kuony-Mobil – dessen Ökobilanz wahrscheinlich ohnehin eher so mittel wäre. Es geht um den Luftballon-Weitflug-Wettbewerb, den die Stockacher Narren beim Schweizer Feiertag veranstaltet haben. Die Ballons waren mit Rücksendekarten versehen. Und die Teilnehmer, deren Karten aus der größten Entfernung zurückgeschickt wurden, bekommen einen Preis.

Der Einsendeschluss ist jetzt vorbei und der Ballon, der am weitesten gekommen ist, wurde immerhin in Bühl bei Baden-Baden gefunden. Die Entfernung vom Abflugort in Stockach gibt Narrenrichter Jürgen Koterzyna mit 113,5 Kilometern an. Die ersten batteriebetriebenen Autos dürften mit einem ähnlichen Wert angefangen haben.

Was, das gab es alles schon, sogar in größerem Stil? In der Tat, Ende des 18. Jahrhunderts gab es die ersten bemannten Flüge mit Gasballons und heute dienen die stillen Luftgefährte sogar als Krane für schwere Lasten, wie ein Internet-Lexikon informiert. Und erst die Ökobilanz – das Traggas Helium wird nämlich größtenteils aus Erdgas gewonnen. So ganz zuverlässig in Bezug auf die Flugrichtung scheint die Luftballon-Methode auch nicht zu sein. Die Stockacher Ballons wurden in allen Himmelsrichtungen gefunden, neben dem Oberrheingebiet auch in Zürich, am Hochrhein und im Thurgau. Dann vielleicht doch eher Biogasantrieb oder Brennstoffzellen.

Nun, egal wie die Diskussion ausgeht: Die zwölf Gewinner des Wettbewerbs werden vom Narrengericht informiert. Und sie können ihre Preise ab Mittwoch, 7. August, in der Geschäftsstelle des SÜDKURIER in der Hauptstraße 16 abholen.