Die Vollsperrung auf der Ludwigshafener Straße (B 31-alt) ist in vollem Gange. Seit Anfang der Woche ist die Bundesstraße im Bereich zwischen den Einmündungen "Am Hermannsberg" und der Heinrich-Bettinger-Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Straße bekommt einen neuen Asphaltbelag.

Andreas Meier (rechts), Inhaber der mit den Arbeiten beauftragten Straßenbaufirma, und seine Mitarbeiter Marco Fischer und Benjamin Hochweber (von links) beim Asphaltieren.
Andreas Meier (rechts), Inhaber der mit den Arbeiten beauftragten Straßenbaufirma, und seine Mitarbeiter Marco Fischer und Benjamin Hochweber (von links) beim Asphaltieren. | Bild: Matthias Güntert

Ein Verkehrsinfarkt blieb aus, obgleich es am Montag zum Teil zu massiven Behinderungen kam. Laut Andreas Meier, dem Inhaber der mit den Arbeiten betrauten Straßen- und Tiefbaufirma, scheinen die Umleitungsmaßnahmen der Stadt zu greifen. "Am Montagmorgen war es schon ein bisschen chaotisch. Die Umleitung wurde nicht ernstgenommen", sagt er auf Nachfrage des SÜDKURIER. Zwei bis drei Stunden lang habe man am Montagmorgen gemerkt, dass einer der Hauptverkehrswege der Stadt gesperrt war. "Viele Autofahrer fahren bis an die Sperrung heran und drehen dann umständlich um. Oder sie glauben doch noch einen anderen Weg an der Sperrung vorbei zu finden", so Meier weiter. Seit Dienstag sei die Verkehrslage aber deutlich ruhiger geworden. Das liege laut Meier auch an der guten Präsenz der Polizei an der Oberen Walke.

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Auch Peter Fritschi, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes, teilt die Einschätzung von Meier, dass sich viele Verkehrsteilnehmer nicht mehr an die Beschilderung halten. Gerade im Pendelverkehr sei es deshalb am Montag zu stärkeren Behinderungen auf den Straßen gekommen. "Pendler, die immer die gleiche Strecke fahren, treffen dann auf eine neue Situation. Da ist es normal, dass es zu Behinderungen kommt", sagt Fritschi. Damit bezog er sich allerdings verstärkt auf den Montag, denn seiner Aussage nach, seien bereits am Dienstag keine weiteren Meldungen über Behinderungen eingetroffen. Der Verkehr werde über die beiden Autobahnanschlussstellen Stockach-West und -Ost umgeleitet. Gerade hier sei es nach Aussage von Peter Fritschi zu Rückstaus gekommen. Deshalb habe man zusätzliche Beschilderungen in Form von Stauwarnhinweisen angebracht. "Hier braucht man einfach mehr Zeit", so Fritschi.

Die Ludwigshafener Straße (B31 alt) ist im Bereich der Einmündungen "Am Hermannsberg" und der Heinrich-Bettinger-Straße bis Freitag für den Durchfahrtsverkehr voll gesperrt.
Die Ludwigshafener Straße (B31 alt) ist im Bereich der Einmündungen "Am Hermannsberg" und der Heinrich-Bettinger-Straße bis Freitag für den Durchfahrtsverkehr voll gesperrt. | Bild: Matthias Güntert

Die Stadt und die Polizei haben vielmehr mit einem ganz anderen Problem zu kämpfen: den Schleichwegsuchern. Für die Anlieger in den Straßen Obere Walke, Untere Walke, Hegaustraße und Hansjakobstraße und den Linienbusverkehr habe die Stadt während der Bauzeit eine Zufahrt über die Dillstraße und die Straße "Am Osterholz" ermöglicht. Die Durchfahrtssperre sei für den Zeitraum der Sanierung der Ludwigshafener Straße entfernt worden. "Viele Autofahrer nutzen diese Zubringung jetzt allerdings verbotenerweise als Schleichweg", betont Fritschi weiter.

Anwohner sehen keine Probleme

Während der Bauarbeiten können die Anwohner mit kurzfristigen Ausnahmen ihre Grundstücke anfahren. Am heutigen Mittwoch, 27. März, sei dies allerdings nicht möglich, wie Fritschi betont. Dann soll der Einbau der Asphaltdecke erfolgen. Einer der Anwohner ist Haxhi Binaki. Die Sperrung sei für ihn kein Hindernis. "Es funktioniert alles einwandfrei. In wenigen Tagen ist doch schon wieder alles fertig", sagt er. Er selbst habe keine Schwierigkeiten zu seinem Haus zu kommen. Und wenn dies eben für einen Tag nicht möglich sei, werde er ein Stückchen weiter entfernt parken und müsse eben ein paar Meter zu Fuß laufen. "Es gibt keine Probleme", betont Haxhi Binaki.

Die Ludwigshafener Straße bekommt einen neuen Aspahltbelag.
Die Ludwigshafener Straße bekommt einen neuen Aspahltbelag. | Bild: Matthias Güntert

Wie geht es bei den Arbeiten nun weiter? Laut Andreas Meier liegen er und seine sieben Mitarbeiter, die auf der Baustelle beschäftigt sind, voll im Zeitplan. Am heutigen Mittwoch werde die Asphaltierung gemacht. Dafür wurde eine vier Zentimeter dicke Deckschicht weggefräst. Am morgigen Donnerstag werden dann die Einmündungen zu den angrenzenden Straßen asphaltiert. Sollte das Wetter halten, sieht Meier keine Verzögerungen auf die Baustelle zu kommen. Seiner Einschätzung nach werden die Bauarbeiten am Freitag, 29. März, abgeschlossen sein. So hatte es auch das Bau- und Ordnungsamt in einer Pressemitteilung angekündigt. "Da müsste schon viel passieren, dass wir den Termin nicht einhalten können", sagt Andreas Meier. Das liege auch daran, dass lediglich die Deckschicht der Straße erneuert wird.