Was müsste in Stockach passieren, damit Kunden in die Stadt kommen? Und wie sollte sich der Verein HHG – die Abkürzung steht für Handel, Handwerk und Gewerbe – weiterentwickeln? Mit diesen Fragen geht der HHG in der nächsten Woche an die Öffentlichkeit und präsentiert sich vor drei Geschäften in der Stockacher Innenstadt. "Wir präsentieren uns vor den Geschäften, um mit den Kunden leichter ins Gespräch zu kommen", sagt der HHG-Vorsitzende Siegfried Endres. Denn man wolle mit den Besuchern in Dialog treten und hören, welche Anregungen von ihnen kommen. Er gibt unumwunden zu: Der HHG habe sich in den letzten Jahrzehnten ein wenig festgefahren. "Deswegen nehmen wir auch einen Stehtisch und gehen damit durch die Stadt", ergänzt Andreas Klatt, der in Wahlwies eine Werbeagentur betreibt.

Allein durch seine Anwesenheit beim Pressegespräch im Vorfeld der Veranstaltung ist man im Thema. Klatt plädiert zum Beispiel dafür, dass auch die Ortsteile einbezogen werden. Es müsse nicht alles unbedingt vom Handel und der Stockacher Oberstadt ausgehen. Anja Schmidt, stellvertretende HHG-Vorsitzende, will den Verein als Teil von Stockach ins Bewusstsein rücken: "Dazu gehören auch Ärzte oder Betriebe." Aus diesem Grund ist auch Janet Wilhelm vom Caritasverband Singen beim Pressegespräch, die das Haus St. Raphael in Hindelwangen leitet, in dem Menschen mit Behinderung wohnen: "Auch für unsere Bewohner ist eine aktive Stadt wichtig", sagt sie.

Begleitet und moderiert wird die Veranstaltung vom Team von Radioactive, dem Schulradio des Stockacher Berufsschulzentrums, berichtet Schmidt, unterschiedliche Talkgäste werden erwartet. Die Veranstalter werben für ihre Aktion: Auch wenn es keinen Luftballonwettbewerb gebe, so Endres, könne jeder, der sich beteiligt, etwas anstoßen.

Die Aktion findet statt am Donnerstag, 20. September. Ab 18 Uhr stellt der HHG seinen Stehtisch vor Sport Martin auf, ab 19 Uhr bei Hautnah Kosmetik und ab 19.45 Uhr bei der Buono Group