Sie ist die letzte, die von Grund auf vollkommen neu gebaut wird: Die kleine Brücke über die Stockacher Aach zur Alois-Sartory-Straße in Hoppetenzell setzt gewissermaßen den Schlusspunkt für das berufliche Werk von Reiner Müller bei der Stadt Stockach.

Der Bautechniker und ehemalige Sachgebietsleiter Tiefbau bei der Stadt erzählte rückblickend auf der Baustelle: „Ich habe jedes Jahr eine Brücke neu gebaut.“ Insgesamt habe Stockach 34 Brücken. Jetzt stehe bei zwei oder drei davon nur noch eine Sanierung an. Müller arbeitet inzwischen noch auf Honorarbasis.

Hier ist das erste Teil an seinem Platz.
Hier ist das erste Teil an seinem Platz. | Bild: Löffler, Ramona

Am Mittwoch kamen drei große Bauteile für die rund sechs Meter lange Brücke neben der B 313 per Autokran an Ort und Stelle. Dieser hob die mit Stahlstäben versehenen Betonplatten vom Lastwagen zu den Auflagern an beiden Ufern. Der normale Kran an der Baustelle sei für das Gewicht nicht geeignet, erklärte Polier Robert Miller von der Baufirma Störk. Ein Teil wiegt rund 5,5 Tonnen, ist knapp sechs Meter lang und etwa 1,5 Meter breit. „Sie werden nach Plan für die Baustelle gefertigt“, sagt er.

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Mitarbeiter der Firma Störk sorgten an beiden Ufern dafür, dass die Stahlhaken an den Enden zwischen die Stahlbügel an den Auflagern passen. Dafür kam auch hier und da ein Hammer zum Einsatz, um das Material etwas zu biegen.

Die Überbauteile sind rund 20 Zentimeter dick. Darauf kommen vor Ort weitere 25 Zentimeter Beton, dann eine Abdichtung und acht Zentimeter Asphalt, so der Polier. Die Brücke sei dann später für eine Last von 60 Tonnen ausgelegt, ergänzte Reiner Müller. Der Neubau der Brücke koste rund 250 000 Euro. Davon seien etwa 218 000 Euro reine Baukosten.

Der zweite Betonteil kann langsam gesenkt werden.
Der zweite Betonteil kann langsam gesenkt werden. | Bild: Löffler, Ramona

Die Arbeiten laufen seit drei Wochen. Müller lobte, dass alles sehr gut laufe. Auch mit dem Wasserstand im Bach passe alles und mit dem Wetter habe es gepasst. Wenn die Brücke fertig ist, erhält sie über den Winter ein provisorisches Geländer aus Holz. Das Stahlgeländer kommt erst im Frühjahr.