Spiel- und Sportplätze sind gesperrt, im öffentlichen Raum gelten seit Sonntag strenge Regeln, die die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen sollen. Und im wesentlichen halten sich die Menschen in Stockach auch daran, wie Verantwortliche bei Polizei und Stadtverwaltung erklären. Im öffentlichen Raum darf man nun nur noch höchstens zu zweit unterwegs sein und muss immer genügend Abstand zu anderen halten.

„Wenn sich die Einzelnen auch noch daran halten, können wir gut in die Zukunft sehen.“ Dieter Popp, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz
„Wenn sich die Einzelnen auch noch daran halten, können wir gut in die Zukunft sehen.“ Dieter Popp, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz | Bild: SK

„Meine Einschätzung ist, dass die Disziplin der Leute bislang in Ordnung war“, sagt Wolfgang Widmann vom Polizeirevier Stockach. Er ist der designierte Nachfolger von Revierleiter Gerhard Buchstab und soll sein Amt zum 1. April antreten. Derzeit ist er Teil der Revierleitung und arbeitet sich in die neue Aufgabe ein. „Mein Eindruck ist: Es sickert ins Bewusstsein der Menschen ein, dass es jetzt ernst ist“, sagt er. Hinweise auf die Versammlungsregeln mit Lautsprechern habe die Stockacher Polizei nicht gemacht. Und seit Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag die Verschärfungen verkündet hat, gelte: „Jetzt wird konsequent eingeschritten und geahndet, wenn es Verstöße gibt.“

Auch Kicken auf dem Bolzplatz am Osterholz ist derzeit tabu.
Auch Kicken auf dem Bolzplatz am Osterholz ist derzeit tabu. | Bild: Freißmann, Stephan

Durch die verschärfte Corona-Verordnung gebe es jetzt eine klare Handhabe. Allerdings würden seine Kollegen natürlich zuerst klären, warum mehr Personen als erlaubt miteinander unterwegs sind, sagt Widmann. Und er gibt zu bedenken, dass das derzeit kalte Wetter die Menschen nicht gerade dazu verleitet, sich im Freien aufzuhalten.

„Ich denke, der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung bringt Verständnis auf.“ Peter Fritschi, Leiter des Stockacher Baurechts- und Ordnungsamtes
„Ich denke, der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung bringt Verständnis auf.“ Peter Fritschi, Leiter des Stockacher Baurechts- und Ordnungsamtes | Bild: Löffler, Ramona

Auch Dieter Popp, stellvertretender Leiter der Pressestelle am Konstanzer Polizeipräsidium, bewertet das Verhalten der Menschen positiv. Für Montag registriert er drei Verstöße gegen die Corona-Verordnung in Stockach. In allen drei Fällen haben sich mehr Menschen miteinander in der Öffentlichkeit aufgehalten, als erlaubt ist. Auf den ganzen Präsidiumsbereich gesehen sei die Zahl der Verstöße im Vergleich zum Sonntag zurückgegangen, es gebe nur noch Einzelverstöße.

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Die weitergehenden Regelungen stoßen auf gute Akzeptanz, lautet auch die Einschätzung von Peter Fritschi, Leiter des Stockacher Baurechts- und Ordnungsamtes: „Ich denke, der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung bringt Verständnis für die doch sehr einschneidenden Beschränkungen auf und verhält sich ordnungsgemäß.“ Hinweisen auf einzelne Verstöße gehe man aber nach. Die Sperrung von Spielplätzen werde mit Hinweisschildern und Absperrschranken erkennbar gemacht. Eine komplette Absperrung sei aber zu aufwendig – und Flatterband beim derzeitigen Wind ohnehin nicht sehr haltbar, erklärt Fritschi. Und er gibt zu bedenken: Wer sich über eine Sperrung hinwegsetze, müsse mit entsprechender Ahndung rechnen.

Das gleiche Schild hängt am Skateplatz im Osterholz.
Das gleiche Schild hängt am Skateplatz im Osterholz. | Bild: Freißmann, Stephan