Stockach Stockacher Tischmesse ist ein voller Erfolg mit so vielen Ausstellern wie noch nie

2000 Besucher informierten sich bei der Tischmesse in Stockachs Jahnhalle an den Tischen von 78 Betrieben, die Dienstleistungen oder Produkte anbieten. Politische Gäste wie CDU-Bundestagsabgeordneter Andreas Jung betonten eingangs die Bedeutung von starken Regionen fern von Ballungszentren.

Für ein Unternehmen ist es sicher nicht einfach, sich in seiner ganzen Bandbreite auf exakt 1,19 Quadratmetern Ausstellungsfläche zu präsentieren. Tatsächlich stand jedem Unternehmen bei der Tischmesse in der Jahnhalle Stockach nur ein Tisch mit den Maßen 1,70 auf 0,70 Metern zur Verfügung, um auf sich aufmerksam zu machen und die Besucher anzulocken. Aber dieses Anlocken ist in vollem Umfang gelungen, denn nach Schätzungen des Veranstalters hatte die Messe über 2000 Besucher. "Diese Veranstaltung hat all meine Erwartungen mehr als erfüllt, sowohl hinsichtlich der Besucherzahl als auch der Rekordzahl von 78 Ausstellern", konstatierte Organisator Sebastian Scholze von der Stockacher Wirtschaftsförderung. Scholze hatte in einem SÜDKURIER-Interview zwar einmal gesagt, dass er angesichts seiner zweiten Tischmesse noch keine wirkliche Routine habe, doch das merkte man der Veranstaltung nicht an. Denn es lief alles nach Plan – vom Wetter angefangen bis zu den vielen zufriedenen Gesichtern der Besucher sowie der Aussteller.

Bürgermeisterstellvertreter Roland Strehl hob in seinem Grußwort die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen für die Raumschaft hervor und unterstrich, dass die große Anzahl der teilnehmenden Firmen ein Beweis dafür sei, dass die Messe-Macher auf das richtige Pferd gesetzt hätten. Strehl betonte, dass die Politik gefordert sei, die Regionen zu unterstützen. "Die Zukunft liegt in den Regionen, nicht in den wenigen Zentren, die sich immer mehr als Problemzonen entpuppen", sagte Strehl, der damit auch die Feinstaubproblematik in den Ballungszentren ansprach. Verkehrspolitik dürfe nicht nur in Berlin stattfinden. Man dürfe den ländlichen Raum nicht vergessen. Diesen Hinweis gab er in Richtung der anwesenden Politikvertreter, darunter CDU-Bundestagabgeordneter Andreas Jung aus dem Bundestag sowie Grünen-Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger.

Andreas Jung begann sein Grußwort mit einem Bonmot bezüglich des Namens seines Vorredners Roland Strehl: "In Stockach kann man nur Bürgermeister werden mit den Initialen R.S.." Auf die Tischmesse bezogen meinte er, dass das eigentliche Motto dieser Messe "Netzwerken" heißen sollte. Auch er betonte: "Wir brauchen starke Regionen, anders als in Frankreich, wo sich alles auf Paris konzentriert." Die anwesenden Bürgermeister aus sämtlichen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft unterstrichen durch ihre Anwesenheit, dass auch sie an einer starken Region interessiert seien. Bezogen auf das Gewerbe der Raumschaft hob Jung besonders die Aussteller des Berufsschulzentrums hervor. "Unsere Firmen brauchen gut ausgebildete Leute und dafür sorgt seit Jahren sehr erfolgreich unser Berufsschulzentrum". Natürlich freute sich der anwesende stellvertretende Schulleiter Michael Butsch sehr über diese positive Rückmeldung zu seiner Schule. Jungs Fazit bezogen auf die erfolgreiche Tischmesse: "Stockach ist einfach ´fantasTisch´." Und Manfred Jüppner, Bürgermeister von Mühlingen schloss sein kurzes Grußwort mit den Worten: "Stockach ist zwar Zentrum, aber ohne Umland gibt es kein Zentrum, beide brauchen sich".

Alle Hände voll zu tun hatten die beiden SÜDKURIER-Mitarbeiter Louisa Bührle und Giovannis Ciancio am Stand des SÜDKURIER-Medienhauses (rechts).
Alle Hände voll zu tun hatten die beiden SÜDKURIER-Mitarbeiter Louisa Bührle und Giovannis Ciancio am Stand des SÜDKURIER-Medienhauses (rechts). | Bild: Reinhold Buhl

Die Bandbreite der Aussteller reichte von A wie Altenpflege bis Z wie Zumba-Vorführung. Unter den Neu-Ausstellern war das Ehepaar Marina und Günther Zeiher aus Nenzingen, die Brillenparties für zuhause anbieten. "Das läuft ab wie bei einer Tupperparty – wir kommen mit einem großen Brillensortiment zu den Leuten nach Hause und die suchen sich in aller Ruhe und in gemütlicher Runde eine Brille aus", erklärte Marina Zeiher ihr Geschäftsmodell. Auch Paul Mbeleg vom Verein Log-ikwo-in Kamerun präsentierte sich zum ersten Mal auf der Messe. "Bürgermeister Stolz hat mich vor einer Woche angerufen und mir mitgeteilt, dass noch ein Standplatz frei sei und so bin ich heute hier", erläuterte Mbeleg schmunzelnd.

 

Aussteller und Programm

  • Die Aussteller der diesjährigen Tischmesse in der Jahnhalle kamen aus Stockach, Bodman-Ludwigshafen, Eigeltingen, Hohenfels, Mühlingen und Orsingen-Nenzingen. Darunter waren 27 Dienstleister, darunter der Stand des SÜDKURIER Medienhauses, 20 Handwerksbetriebe sowie 31 Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit, Handel und Genuss.
  • Das Rahmenprogramm bestritten die "Brass Girls", eine vierköpfige Bläsergruppe aus der Musikschule Stockach unter der Leitung von Ursula Wichert. Außerdem trat der Zauberer und Entertainer "Mischter Toscana" alias Rolf Futterknecht auf und das Zumba-Fitness aus Wahlwies unter der Leitung von Sonja Grenda zeigte sein Können. Auch die Stadtjugendpflege mit Tischkicker und Kletterwand waren präsent, außerdem die Handwerksbetriebe des Pestalozzi Kinderdorfs und Samantha Utz mit Schmink -und Basteltisch für die jüngsten Besucher der Tischmesse.

 

 

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