Abwechslungsreiche Musik, tolle Kulisse und strahlender Sonnenschein: Der zwölfte Sommerabend am Freitag hatte einiges zu bieten. Schon vor dem ersten Auftritt um 18.30 Uhr waren viele Stehtische sowie die meisten Sitzbänke direkt vor der Bühne besetzt. Traditionell machte das Jugendblasorchester der Stockacher Stadtmusik unter der Leitung von Helmut Hubov den Auftakt.

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„Das ist die Zukunft der Stadtmusik„, sagte der Vorsitzende Manfred Wittig. Während der Musikernachwuchs vor der Bühne mehrere Stücke aufführte, füllten sich nach und nach auch die übrig gebliebenen Plätze. Die Zahl der Besucher, die während des ganzen Abends auf dem Gustav-Hammer-Platz waren, schätzte Janina Dehner vom Kulturamt auf etwa 800.

Sommerabend mit Sonnenschein

„Ich mag die schöne Musik, das Zusammensitzen und die zwanglose Unterhaltung“, sagte Gerhard Seeberger auf die Frage, wieso er auf den Gustav-Hammer-Platz gekommen ist. Am meisten habe er sich auf den Auftritt des Jugendblasorchesters gefreut.

Die Hauptband des Abends heißt Veteranilli und spielt Oldies und Rockmusik aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Die meisten Songs sind mit Erinnerungen an die Jugendzeit der Musiker verbunden.
Die Hauptband des Abends heißt Veteranilli und spielt Oldies und Rockmusik aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Die meisten Songs sind mit Erinnerungen an die Jugendzeit der Musiker verbunden. | Bild: Singler, Julian

Für Manfred Wittig von der Stadtmusik ist der Sommerabend schon zur Tradition geworden, wie er verriet. „Man trifft Menschen, die man vielleicht schon länger nicht mehr gesehen hat. Wenn es dunkel wird, ist die Atmosphäre dann noch toller“, so der Vorsitzende. Auch Marina Broich fühlte sich wohl: „Ich bin erst zum zweiten Mal hier, fand es aber letztes Jahr sehr schön. Das Wetter hat heute gestimmt und meine beiden Töchter wollten auch unbedingt hin. Da war die Sache klar“, erzählte sie.

Die Bewirtung übernahm die Stadtmusik. „Statt Posaune, Trompete oder Klarinette zu spielen, stehen unsere Musiker heute hinterm Tresen“, beschrieb Manfred Wittig den Rollenwechsel mit einem Schmunzeln. Hinter jedem Sommerabend stecke ihm zufolge eine Menge Arbeit – so nähmen zum Beispiel Organisation oder der Auf- und Abbau einiges an Zeit in Anspruch. Wittig erläuterte: „Die Vorbereitungen beginnen schon Wochen vorher in Zusammenarbeit mit dem Kulturzentrum der Stadt. Außerdem kennt man sich in Stockach und hilft sich gegenseitig.“

Mit großem Gerät auf der Bühne: Die Band Veteranilli.
Mit großem Gerät auf der Bühne: Die Band Veteranilli. | Bild: Kempter, Siegfried

Bis spätabends spielte die Band Veteranilli Oldies und Rockmusik aus den 1960er- und 1970er-Jahren. Und kurz nach dem Ende des Auftritts ging der diesjährige Sommerabend schließlich zu Ende – zumindest für die Besucher.

Das Helferteam nämlich erledigte noch in der Nacht auf Samstag den Abbau, damit der Gustav-Hammer-Platz wieder geräumt ist und der Verkehr rollen kann. „Das ist ein Kraftakt und schweißtreibende Arbeit nach einem bunten musikalischen Abend“, so Manfred Wittig.