Mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (45) wird zum zweiten Male nach Franz Josef Strauß im Jahr 1979 ein Politiker aus Bayern mit einem CSU-Parteibuch vorgeladen.

Die Nichtwählbarkeit bei der anstehenden Landtagswahl sei einer der Gründe für die Auswahl Dobrindts als Beklagten 2016 gewesen. Daneben habe der Politiker in seiner politischen Karriere als Generalsekretär der CSU (2009 bis 2013) und seit der vergangenen Bundestagswahl als Bundesverkehrsminister einige Steilvorlagen gegeben, die ihn für das Narrengericht als geeigneten Kandidaten erscheinen lassen. Darunter die von der CSU geforderte, aber dann doch von Dobrindt als Minister vorerst zurückgezogene Pkw-Maut oder seine manchmal ruppige Wortwahl.

Besonders aufgefallen ist dem Narrengericht Dobrindts Idee, „missliebige deutsche Politiker vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen“. Die genaue Anklage wird in der Verhandlung am Schmotzigen Dunschtig, 4. Februar, in Stockach verlesen.