Die Stadtabteilung der Feuerwehr Stockach sorgt sich um den Zustand des Feuerwehrgerätehauses. „Hier fliegt alles zusammen, es regnet rein“, beschrieb Abteilungskommandant Roman Brandys bei der Jahresversammlung. Es liefen aber Gespräche mit Planungsbüros und der Stadt, sagte er. Er bat Bürgermeister Rainer Stolz: „Machen Sie mit der Geschwindigkeit weiter, damit wir in den nächsten paar Jahren die Eröffnung eines neuen Hauses feiern können.“ Kommandant Uwe Hartmann führte aus: „Es gibt einen ganz konkreten Auftrag für eine Machbarkeitsstudie und wir stehen in gutem Kontakt mit der Stadt.“ Im Laufe des Jahres erwarte er ein Ergebnis. Seiner Meinung nach könne man am neuen Hindelwanger Kreisel bauen, man müsse sich aber der räumlichen Einschränkung bewusst sein und intelligent planen. „Das muss für die nächsten 50 Jahre passen, aber ich denke, das klappt.“

Bürgermeister Stolz erklärte, die Grundsatzbereitschaft der Stadt sei da, Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro zu tätigen. Der Platz am künftigen Kreisel sei eine Möglichkeit, ob ein Neubau dort realisiert werden könne, werde jetzt untersucht. „Wir könnten immer noch mehr Quadratmeter brauchen, haben sie aber nicht, auch nirgendwo sonst.“ Die Stadt werde sich nach ihren Kräften für die Feuerwehr und das Gerätehaus einsetzen. „Wenn ich etwas als Ziel für mich vornehme, wird es auch gemacht – wenn es passt, vernünftig ist, die Planung stimmt, das Geld stimmt und die Zuschüsse kommen.“ Fakt sei, es werde kommen. Stolz sagte: „Wenn die Fläche ausreicht, dann werden wir im Gemeinderat ein gutes Signal geben können.“

Die Kameraden der Abteilung Stadt der Stockacher Feuerwehr schauen auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Über 200 Einsätze gab es für die Feuerwehr Stockach insgesamt, an rund 120 war die Abteilung Stadt beteiligt. Hinzu kamen 26 Proben und zahlreiche Fortbildungsabende. Geräte, Fahrzeuge und Einsätze würden immer komplexer und viel Übung sei nötig, um Routine zu bekommen, betonte Abteilungskommandant Brandys.

Die Pressesprecher Fabian Dreher und Felix Ritter gaben Einblicke in die Arbeit der Abteilung. Längst geht es bei den Einsätzen um mehr als Brandbekämpfung. Unfälle, bei denen sich Menschen verletzen, Fahrzeugbrände, Tierrettung und Unwettereinsätze – die Bandbreite nimmt zu. Dreher und Ritter wiesen auf die neue Internetseite hin und bekräftigten die Bedeutung der sozialen Medien. Als im August 2017 das Trinkwasser in Wahlwies verunreinigt war, seien 22 000 Menschen innnerhalb von vier Stunden informiert gewesen. „Die Geschwindigkeit der Verbreitung war enorm.“

Viel Energie floss in die Jugendarbeit. Emily Wolter und Vivien Forster begrüßten Marc Stehling und Manuel Angermann als neue Jugendleiter im sechsköpfigen Leiterteam und berichteten von 29 Proben und zahlreichen Aktivitäten.

Im Bereich Brandschutzerziehung und -aufklärung war Christine Oßwald aktiv. Sie erzählte von einer Übung in der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt und lobte die gute Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen. Sie besuchte auch Schulklassen und die Werkstätte St. Michael. 1828 Kinder unterwies sie im letzten Jahr.

Rainer Stolz findet die Arbeit der Abteilung außerordentlich gut. Der Haushaltsansatz für die Feuerwehr sei in diesem Jahr sehr stark, aber die Gesellschaft verlange immer mehr. „Ihr seid hervorragend ausgebildet und müsst entsprechendes Material zur Verfügung gestellt bekommen, damit ihr die Standards erfüllen könnt.“

Die Stadtfeuerwehr

Unter den Stockacher Feuerwehren ist die Abteilung Stadt die größte. Sie hat 68 Aktive und zehn Kameraden in der Alterswehr. Die Jugendfeuerwehr hat 42 Mitglieder.

  • Neuaufnahmen (zur Probe): Emily und Sebastian Wolter, Nico Zimmermann (alle aus der Jugendfeuerwehr), Sven Bernhard
  • Feuerwehrmann/-frau wurden nun Michelle Boxberger, Luca Haidlauf
  • Oberfeuerwehrmänner wurden Arne Jansen-Troy und Benjamin Oßwald.
  • Altersfeuerwehr: Michael Henninger und Dieter Lehmann wechseln in die Altersabteilung.
  • Ehrung: Im letzten Jahr wurde Roland Schönherr am Ehrungsabend in Espasingen für 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. (wig)