Die Stadt Stockach gibt künftig mehr Geld für Suchtberatung aus. Der Hauptausschuss des Gemeinderats hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, 4000 Euro jährlich für die Arbeit des Fachverbands für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg (AGJ) als Zuschuss zu gewähren. Beantragt hatte die Suchtberatung der AGJ diesen Betrag zunächst unter Hinweis auf den Verein Drogenhilfe im Landkreis Konstanz, wie aus den Sitzungsunterlagen hervorgeht. Dieser bekommt für seine Beratungstätigkeit in Stockach einen städtischen Zuschuss von 4000 Euro jährlich, was der Hauptausschuss bereits früher beschlossen hatte.

Laut der Sitzungsvorlage werde die allgemeine Beratung der AGJ aber bereits durch den Landkreis Konstanz bezuschusst. Ein spezielles Angebot für Stockach sei angefordert worden, erklärte Bürgermeister Rainer Stolz in der Sitzung. Anette Schlobinski-Duscher, Leiterin der Suchtberatung der AGJ, lieferte nun einen Überblick darüber, was die AGJ als Beratungsstelle bei Problemen mit legalen Suchtmitteln speziell in Stockach anbietet. Unter anderem gebe es eine wöchentliche offene Sprechstunde für Jugendliche am Mittwoch von 12 bis 15 Uhr und Kooperationen mit der Stadtjugendpflege bei Präventionsprojekten. So hätten bereits mehrere Termine in den sechsten Klassen der Goldäckerschule stattgefunden.

Und zusammen mit dem Krankenhaus wolle man das Projekt Halt – die Abkürzung steht für Hart am Limit – gegen riskanten Alkoholkonsum im Jugendalter in Stockach etablieren. Das überzeugte das Gremium offenbar, wobei sich Rainer Stolz in einem Jahr belastbare Zahlen über die Arbeit der AGJ wünschte.