Um interkulturelle Kommunikation dreht sich die Projektarbeit des 18-jährigen Waldorfschülers Kim Treis aus Allensbach. Kim Treis interessiert, wie die Kommunikation in anderen Ländern funktioniert, wie in fremden Ländern Konfliktlösungen gefunden werden und wie abhängig das ganze Leben von der Kultur eines Landes ist. In einem Auslandjahr in der Nähe von Seinäjöki (Finnland) und durch seine ehrenamtliche Arbeit bei AFS Interkulturelle Begegnungen hat er bereits viel gelernt. AFS (American Field Service) war ursprünglich eine von freiwilligen Sanitätswagenfahrern gegründete amerikanische Organisation. Die deutsche Länderorganisation von AFS ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.

Das Auslandsjahr in Finnland fließt als praktischer Teil ebenso in seine Projektarbeit ein wie seine Erlebnisse bei der Betreuung anderer Jugendlicher bei verschiedenen Treffen. Weitere Erfahrungen im Ausland machte Treis, als er mit seinem Kumpel Janosch und einem anderen jungen Mann drei Wochen quer durch Norwegen reiste. Über das Austauschprogramm wohnt gerade ein Norweger bei ihm zu Hause. Kim Treis war mit seiner Austauschorganisation auch schon in Island. Dort trafen sich zehn Menschen aus vier Ländern eine Woche lang, um unterschiedliche Themen zu bearbeiten. Es sei unter anderem um die Flüchtlingskrise gegangen.

Bei der theoretischen Arbeit habe ihn die Klassenbetreuerin Nadja Grisard unterstützt. Auch seine Kontakte über AFS seien hilfreich gewesen, erzählt der 18-Jährige. "Ich fand diesen Bereich schon immer interessant und vielseitig. Allein schon den Unterschied zwischen verbaler und non-verbaler Kommunikation. In der interkulturellen Kommunikation ist alles noch viel komplexer. Jede Nation hat ihre eigenen Normen", erläutert Kim Treis. Wenn er die Schule nach der 13. Klasse beendet hat, kann er sich vorstellen, sich mit Psychologie zu beschäftigen. Kommunikation in all ihren Facetten gehört dazu. Zunächst aber werden die Ergebnisse seiner Projektarbeit vom 13. bis 15. Januar an der Waldorfschule präsentiert.