Der Stammbaum aller Narren steht. In eisiger Kälte schufteten und schwitzten die Zimmerer am Nachmittag des Schmotzigen Dunschtig und setzten den 32 Meter langen Narrenbaum nach zweieinhalb Stunden erfolgreich vor der Adler Post.

Der Baum, der sich zwischenzeitlich gefährlich in Richtung Apotheke Dr. Braun neigte, stammt aus dem Stadtwald und ist auch dieses Jahr wieder 32 Meter ab Loch lang, wie Frank Eckardt, Moschter der Zimmerergilde zu Stocken, verrät. Kurz bevor der Baum senkrecht stand, traten die erschöpften Zimmerer in Streik. Der konnte jedoch gebrochen werden, mit Bier, Leberkäsbrötchen und natürlich Geld vom Beklagten. Der zahlte den Zimmerern aber nur wenig Lohn. "Ich komm halt aus Schwaben", war Strobls Begründung. Doch dafür packte der Landesinnenminister im Anschluss selber mit an, bis der Moschter befand: "Der Baum steht!"

Zuletzt erklommm Kletterbue Kevin Hirling in nur wenigen Zügen den Baum. Doch hier wurde es ein letztes Mal spannend: Weil das Messer, mit dem er das Sicherheitsseil durchtrennen und damit den Ring lösen sollte, in der Hosentasche feststeckte, galt es, das Seil per Hand vom Ring loszuknoten. Eine Zitterqartie, die letzendlich trotzdem erfolgreich war. Denn jetzt steht er frei, der Stammbaum aller Narren.