Stockach Reuther schaut sich ETO an

Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Reuther hat das Unternehmen ETO besucht. Mehrere Gemeinderäte und CDU-Mitglieder begleiteten ihn

Politiker suchen bisweilen nach Inspiration für das politische Tagesgeschäft. Der Landtagsabgeordnete der Stockacher CDU, Wolfgang Reuther, hat sie beim Stockacher Unternehmen ETO gefunden. Zusammen mit den Gemeinderäten Petra Meier-Hänert, Monika Haffenegger, Gerhard Heim, Werner Gaiser und mit mehreren Mitgliedern der CDU hat er die Produktionshallen im Industriegebiet Hardt besucht. Von den ETO-Technologien hat er sich begeistert gezeigt.

Neben dem Sitz in Stockach befinden sich weitere ETO-Produktionsstandorte außerhalb Deutschlands in Polen, den USA und China. Geschäftsführer Michael Schwabe sagte: „Wir weiten uns jetzt in Indien und bald auch nach Mexiko aus.“ Das größte Potenzial für den Unternehmensabsatz sehe er in China und in Indien. Er führte aus: „15 Millionen Bauteile werden jährlich ausschließlich in Stockach produziert. Hier werden vier Technologien gebaut.“

Nach der Vorstellung des Unternehmens führte Schwabe durch die Produktionshallen. Es ist laut dort, Menschen wie Maschinen erledigen schnell und passgenau ihre Aufgaben. Erst vor Kurzem wurde eine neue Halle gebaut. Beim Betreten jener sogenannten „Halle 0“ sagte der Operationsmanager von ETO, Alexander Sautter: „Wir haben hier eine Nutzungsfläche von 3000 Quadratmetern. Wir haben die Halle auf einer früheren Kiesgrube gebaut und mussten dabei einige Hindernisse überwinden.“

In der nächsten Halle angekommen, sieht man zahlreiche Roboter, die in mechanischen, schnellen Bewegungen die verschiedenen Bauteile bearbeiten. „Diese Maschinen sind so schnell und effizient, dass wir sämtliche Konkurrenten ausstechen konnten“, sagte Schwabe nicht ohne Stolz. Man könne hier viele Produkte parallel herstellen. „Wir nutzen die verschiedenen Kompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen. Außerdem nutzen wir die Standortvorteile, um verschiedene Produkte herzustellen“, erklärte er. Für die Zukunft stellte er jedoch klar: „Wir wollen natürlich wachsen, und dafür brauchen wir viel junges Personal.“

Mit einer diesbezüglichen Bitte richtete er sich am Ende der Führung an Reuther: „Die Politik muss ihren Teil dazu beitragen, dass junge Leute ihr Potenzial ausschöpfen und verschiedene Ausbildungen erreichen können.“ Das Unternehmen selbst bilde vornehmlich Mechatroniker, aber auch Konstrukteure aus, so Schwabe.

Auch in der Debatte um Asylbewerber appellierte er an die Politik: „Wir müssen uns da öffnen. Die Menschen wollen arbeiten und sollen nicht irgendwo in Lagern herumhängen.“ Bei ETO habe man schon sehr gute Erfahrungen mit Asylbewerbern sammeln können, so Schwabe. Er weist ebenso auf den mangelnden Transport hin: „Die Region muss verkehrstechnisch besser angebunden sein.“ Letzten Endes plädiert er noch für ein breiteres kulturelles Angebot der Stadt: „Man muss etwas für die Region tun, damit sie auch für die Arbeitnehmer attraktiv bleibt und die Experten zu uns kommen.“


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