Die Reparatur der Brücke beim Stockacher Freibad, auf der die Landesstraße 194 in Richtung Kalkofen und Pfullendorf verläuft, beginnt am Montag, 18. Juni. Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat nach der Ausschreibung der Arbeiten eine Firma beauftragt, die das 147 Jahre alte Bauwerk so instand setzen soll, dass wieder beide Fahrspuren normal nutzbar sind. Die Kosten betragen rund 15 000 Euro.

Die Arbeiten, die das Regierungspräsidium in einer Pressemitteilung als "Sicherung des Brückengewölbes" beschreibt, dauern voraussichtlich zwei Wochen. In der ersten Woche finden hauptsächlich die Einrichtung der Baustelle und Vorarbeiten statt, erklärt Helmut Mayer von der Neubauleitung Singen des RPs. Für den Verkehr auf der L 194 gibt es nach der bisheriges Planung keine Einschränkungen, denn die Reparatur ist so geplant, dass sie parallel zum fließenden Verkehr stattfinden kann. Der Radweg neben der L 194 müsse aber zeitweise gesperrt werden, sagt Mayer. Dies sei zum Beispiel nötig, wenn das Gerüst aufgestellt werde. "Eine Umleitung für den Radweg wird ausgeschildert", so das RP in seiner Mitteilung.

Und das ist der Ablauf: Für die Reparatur an der Brücke (im Fachjargon Sofortmaßnahme) stellt die beauftragte Firma im südlichen Bereich neben der Brücke, also der Seite mit der Sperrung, ein Gerüst auf. Über dieses laufen die Arbeiten. Nach deren Abschluss werde die Einengung der L 194 aufgehoben, und der Verkehr könne dann wieder ungehindert fließen, teilt das RP mit. Für die aufgetretenen Beeinträchtigungen bittet das Regierungspräsidium die Verkehrsteilnehmer um Verständnis.

Im Jahr 2019 ist dann der geplante Abriss und Neubau der Brücke. Ein genauer Zeitpunkt, die Dauer und die Kosten dafür stehen bisher noch nicht fest. Diese Arbeiten befinden sich laut RP derzeit noch in der Abstimmungs- und Planungsphase. Die kleine Steinbrücke ist 147 Jahre alt. Bei einer Routineuntersuchung Ende August/Anfang September 2017 stellte sich heraus, dass sie auf der Seite mit der Fahrspur Richtung Kalkofen und Pfullendorf Schäden aufweist. Mängel waren zwar bekannt gewesen, aber hatten sich verschlechtert, so dass das Regierungspräsidium die betroffene Seite sofort gesperrt hat. Seither ist die Brücke nur einseitig nutzbar. Die Fahrtrichtung Stockach hat Vorfahrt und es gibt ein Tempolimit vor, in und nach der Engstelle.