Stockach Ran an die Instrumente

Musikschule startet ins neue Schuljahr. Unterricht vom Musikgarten bis zum Dirigierkurs.

Nur zwei von vielen Instrumenten, die an der Musikschule Stockach unterrichtet werden: Leiter Helmut Hubov zeigt Kindertrompete und Kinderhorn.
Nur zwei von vielen Instrumenten, die an der Musikschule Stockach unterrichtet werden: Leiter Helmut Hubov zeigt Kindertrompete und Kinderhorn. | Bild: Fox

Am 10. September beginnt nicht nur für die allgemeinbildenden Schulen das Schuljahr. Auch die Musikschule Stockach öffnet dann wieder ihre Pforten. Vom Musikgarten über Ballett bis zum Dirigierkurs beginnt hier in der nächsten Woche wieder ein vielseitiges Programm.

Als Einstiegsklasse für die kleinsten Musikfreunde ab drei Monaten gibt es den Musikgarten, der zur musikalischen Früherziehung für Kinder ab viereinhalb Jahren hinführt. Zwei neue Kurse werden ab September angeboten, wobei es darum geht, den Kindern die Grundlagen der Musik auf spielerische Weise beizubringen. Heidi Schuler, die musikalische Früherziehung unterrichtet, legt dabei besonderen Wert darauf, das Rhythmusgefühl und das Gehör ihrer kleinen Schüler zu fördern. Langsam lernen die Kinder, sich an Instrumente heranzutasten und spielerisch verschiedene Instrumente kennenzulernen. Durch jahrelange Erfahrung weiß Heidi Schuler nicht nur mit den Jüngsten umzugehen, sondern kann auch auf die schon etwas älteren Kinder im Blockflöten- und Klavierunterricht eingehen.

Kinder ab drei Jahren werden in der Musikschule aber nicht nur musikalisch ausgebildet. Auch eine tänzerische Frühausbildung ist im Angebot. Dabei können sich bewegungsbegeisterte Kinder ans Ballett herantasten.

Wer der Früherziehung entwachsen ist, kann Unterricht an zahlreichen Instrumenten nehmen. Dafür müssen die Eltern nicht unbedingt ein Instrument in einer speziellen Kindergröße kaufen – die Musikschule verfügt über eigene Leihinstrumente, die den Kindern zur Verfügung gestellt werden. Beispielsweise gibt es Miniposaunen oder Kinderoboen. Neben den Klassikern wie Querflöte, Gitarre, Trompete, Klavier oder Schlagzeug gibt es auch Unterricht in außergewöhnlicheren Instrumenten wie Tuba oder Fagott. Die Lehrer stellen ihre Instrumente auch gerne in Schnupperstunden vor.

„Mit welchem Alter ein Kind dazu bereit ist, ein Instrument zu lernen, kann nicht pauschal gesagt werden“, erklärt Musikschulleiter Helmut Hubov. Es hänge vielmehr davon ab, wie weit das Kind schon entwickelt sei. Anmeldungen seien deswegen auch ganzjährig möglich.

Ganz neu bietet nun auch die Schlagzeug- und Keyboardlehrerin Grazyna Appelt-Borowski eine neue Form des Musikunterrichts an. Sie will versuchen, durch ihren Musikunterricht Probleme wie Koordinations-, Gleichgewichts-, oder Konzentrationsstörungen zu mildern. Durch Training und Freude am Musizieren sollen bei Kindern und Erwachsenen Blockaden gelöst werden. Dafür hat Appelt-Borowski eine therapeutische Zusatzausbildung gemacht: „Ich gebe Musikunterricht mit dem Ziel, Menschen zu helfen.“

Auch außerhalb des eigentlichen Musikunterrichts gibt es für Jugendliche und Erwachsene viele Möglichkeiten, Musik zu machen. So stehen drei Blasorchester und ein Streichorchester zur Verfügung – und zwar sowohl Mitgliedern als auch Nichtmitgliedern der Musikschule. Eine Spezialität von Musikschulleiter Helmut Hubov ist der Dirigierunterricht. Dieser ist nur in Einzelstunden möglich und wird meist von Jugendlichen oder Erwachsenen besucht, die im Übrigen bis aus dem Raum Freiburg nach Stockach kommen. Neben dem Dirigieren als solchem ist es dabei laut Hubov auch wichtig, Gehör und Persönlichkeit zu trainieren, natürliche Autorität zu entwickeln und sich einen Überblick über das Repertoire zu verschaffen. Ratsam ist es auch, zuvor ein Instrument gelernt zu haben, etwa Klavier.

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