Das künftige Misch- und Gewerbegebiet Seeda in Wahlwies ist einen weiteren Schritt voran: Der Planungsausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung die Auftragsvergabe der Erstellung eines Bebauungs- und Erschließungsplans beschlossen. Anders als ursprünglich auf der Tagesordnung, soll nun aber auch ein Bereich neben Seeda (Scheffelweg und Richard-Stocker-Weg) überplant werden. Dort gibt es ein Grundstück direkt an der Ecke Scheffelweg/Leonhardstraße, auf dem ein Haus mit vier Einheiten angedacht ist. Der Ausschuss entschied, dieses private Vorhaben noch zurückzustellen und die Überplanung des Gebiets auf den Weg zu bringen, "um nachbarschaftliche Differenzen zu verhindern", wie Bürgermeister Rainer Stolz sagte.

Stolz nannte die Pläne und das Voranbringen von Seeda "einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Wahlwies". Das Areal schräg gegenüber von der Roßberghalle ist 4,4 Hektar groß und über die Kreisstraße gut von der Autobahn A 98 aus erreichbar. 1,7 Hektar sollen Mischfläche werden, die anderen 2,7 Hektar sollen rein für Gewerbe sein. Der künftige Kreisverkehr soll in eine Ringstraße führen, die zwei Stichstraßen mit Wendebereichen haben wird. Das künftige Gewerbegebiet ist nach dem Gewann-Namen Seeda benannt.

Hintergrund für den Bebauungs- und Erschließungsplan für Seeda in einem Zug ist, dass die Entwässerung des Areals nicht einfach sein werde. Der Auftrag ging deshalb an zwei Büros, mit denen sich die Zusammenarbeit bei anderen Projekten bewährt habe. Die notwendigen Mittel für das Honorar sind im Haushalt 2018 eingeplant. Auf eine Frage aus dem Gremium nach den genauen Beträgen nannte Willi Schirmeister, Leiter des Stadtbauamts, für den Erschließungsplan eine Größenordnung von rund 50 000 Euro und für den Bebauungsplan etwa 30 000 Euro. Der Kreisverkehr, der Seeda an die Leonhardstraße (K 6165) anschließen soll, sei noch nicht dabei.