Eine defekte Schranke am Bahnübergang in der Goethestraße hat am Montagvormittag zu langen Staus in der Stadt geführt. Sowohl aus Richtung Süden auf der Radolfzeller Straße als auch aus Richtung Osten auf der Goethestraße staute sich der Verkehr. Die Schranke hing schräg über der Fahrbahn der Goethestraße und bewegte sich nicht mehr. Dadurch schalteten auch die Ampeln am Bahnübergang sowie die Ampeln an den Abbiegespuren am Schiesser-Knoten auf Rot. Damit war ein Teil der laut der Verkehrszählung von 2017 meistbefahrenen Kreuzung der Stadt nicht mehr nutzbar.

Christoph Meichsner, Pressesprecher der Südwestdeutschen Landesverkehrs AG (SWEG), die für die Technik an dem Bahnübergang zuständig ist, erklärt die Störung auf Anfrage mit nassem Pappschnee. Dieser hätte durch "ungünstige Witterungsbedingungen" am senkrecht stehenden Schrankenbaum gehaftet. Nachdem die Schranke sich gesenkt hatte, sei sie zu schwer gewesen, um sich wieder nach oben zu bewegen. Die Signalmeisterei der SWEG habe das Problem gegen 11.20 Uhr behoben gehabt, so Meichsner weiter.

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Damit sei die Störung vom Montag keine verspätete Folge des Unfalls gewesen, der sich Ende Januar an derselben Schranke zugetragen hatte. Damals riss ein Lastwagen einen Teil der Bahnschranke ab. Der Fahrer wollte laut den damaligen Auskünften der Polizei von der Goethestraße nach rechts in die Heinrich-Fahr-Straße abbiegen, als die Schranke sich bereits senkte. Offenbar hatte er das Rotlicht am Andreaskreuz übersehen.

Laut Peter Fritschi, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, wurde der Verkehr am Montagvormittag zeitweise umgeleitet. So seien alle Fahrzeuge, die von der Innenstadt in Richtung Bundesstraße 313 – also Radolfzeller Straße und Heinrich-Fahr-Straße – unterwegs gesehen seien, über die Industriestraße auf die Radolfzeller Straße geleitet worden.