Es soll ja Zeitgenossen geben, die einfach die Ruhe weg haben. Die ein Presslufthammer im Einsatz nicht stört. Die ein Martinshorn einfach überhören. Oder die in einem fahrenden Zug selig einschlummern und deswegen ihren Anschluss verpassen.

Dem setzen Papis Pumpels jetzt etwas entgegen – und mit diesem Weckdienst tragen sie auch die Botschaft der 1970er-Jahre ins Land hinaus. Genauer gesagt: nach Ulm. Denn für die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm – so der offizielle Name – war die Stockacher Schlagertruppe jetzt wieder im Marketing-Einsatz, nachdem sie im Herbst schon vorweihnachtlich in einer Ulmer Straßenbahn unterwegs waren.

Rainer Vollmer (in grüner Jacke) beim Weckdienst in der Straßenbahn.
Rainer Vollmer (in grüner Jacke) beim Weckdienst in der Straßenbahn. | Bild: Rampant Pictures / Stadtwerke Ulm / Neu-Ulm GmbH

Mit ihrer Musik wollen sie nun in einem Video einen in der Straßenbahn eingenickten Bäckerjungen aufwecken – denn der ist gerade im Begriff, seinen Anschluss zu verpassen. Am Ende wird der Schlafende in dem Marketingfilmchen zwar von einem niesenden Hund geweckt – aber sei‘s drum. In die Botschaft des Unternehmens von der Anschlussgarantie mischt sich durch den Weckservice der Kult-Truppe der Ruf Stockachs als Hochburg leicht angeschrägter Schlagermusik – inklusive Plateauschuhen, Glitzerklamotten und Schlaghosen.

Übrigens: Auch in der Telefon-Warteschleife der Ulmer Stadtwerke sind die Pumpels inzwischen zu hören. Wie viele Menschen dabei geweckt werden mussten, ist indes nicht überliefert.