Die Nachfrage nach Kindergartenplätzen ist groß, es gibt eine Warteliste. Die Stadt Stockach hat nun für 2,4 Millionen Euro einen neuen Kindergarten gebaut. Die noch namenlose Einrichtung in der Franz-Schubert-Straße 1a ging Anfang November in Betrieb. Morgen findet die offizielle Eröffnung statt. Von 16 bis 19 Uhr ist das Haus offen für Besucher.

Der Kindergarten nimmt 53 Kinder von drei bis sechs Jahren auf. Drei Voll- und zwei Teilzeitkräfte sind für die Kleinen da. Das Raumangebot umfasst 504 Quadratmeter Gesamtfläche. Die Einrichtung ist hell und großzügig geschnitten. Es duftet nach Fichtenholz. Alle Aufenthaltsräume wurden mit schallabsorbierenden Decken ausgestattet. Überall wird moderne Technik eingesetzt: LED-Lampen sorgen für die richtige Beleuchtung. Geheizt wird mit Wärmepumpen und Fußbodenheizung. Auf dem hoch wärmegedämmten Flachdach befindet sich eine Solaranlage für Strom.

Es gibt zwei große Gruppenräume (einer hat sogar eine eigene Küche), drei Kleingruppenräume und einen Bewegungsraum mit knapp 70 Quadratmetern. Dieser wird auch vom Kindergarten Villa Kunterbunt genutzt werden. „Nachmittags ist er ja frei, da die Öffnungszeiten hier für Gruppe 1 von 7.30 Uhr bis 13 Uhr und für Gruppe 2 von 7.30 Uhr bis 14 Uhr gehen“, sagt Hauptamtsleiter Hubert Walk.

Einer der Kleingruppenräume ist der Kreativraum. „Das ist unser Rollenspiel- und Sprachbereich“, erklärt Leiterin Jeanette Schöpf. Der „Snoezel-Raum“ nebenan ist ein Rückzugsort, um aus dem Trubel in eine entspannte Umgebung einzutauchen. „Hier halten sich nur wenige Kinder gleichzeitig auf“, betont die Erzieherin. Zur sehr geräumigen Küche erklärt Bauleiter Manfred Raff: „Falls es künftig mal einen Ganztagesbetrieb geben sollte und Essen angeliefert würde, braucht man Platz.“ In der Hauswirtschaftsküche sind bereits Stromanschlüsse für Warmhaltewagen vorhanden.

Zehn Kinder aus dem Kindergarten Pusteblume gehen jetzt hierher. „Insgesamt 20 Kinder kamen in einem Schwung zur Eingewöhnung, das war schon eine Herausforderung“, erzählt Jeanette Schöpf. Mit Stefanie Lippelt, die bei der Stadt für die Kindertageseinrichtungen zuständig ist, habe sie sich für Spielgruppen entschieden. „Die Mütter waren anfangs dabei und es ist wunderbar gelaufen.“ Nun kommen die Kinder nach und nach hinzu. Bis zum Frühjahr werden alle Plätze vergeben sein.

Die Bauarbeiten sind sehr gut verlaufen. Auch die Außenanlage mit Bereichen für Schaukel, Klettergerüst und Turm wurde sehr zügig angelegt. Sie werden im Frühjahr aufgebaut. Bis es soweit ist, wird auf dem öffentlichen Spielplatz gespielt.