„Als die Ergebnisse am Montag nach der Kommunalwahl so richtig ausgewertet und veröffentlicht wurden, war ich arbeiten“, sagt Stephan Borst, neues Ratsmitglied der CDU. Weil er selbst nicht online sein konnte, habe er von seiner Familie den aktuellen Stand immer mal wieder per Nachricht aufs Handy bekommen. „Über die Anzahl der Stimmen habe ich mich sehr gefreut, vor allem über den Zuspruch in Hoppetenzell, wo wir wohnen“, erzählt der 38-Jährige.

Und er ergänzt: „Natürlich habe ich auf einen Platz im Rat gehofft, doch eine Wahl ist immer unvorhersehbar.“ Stephan Borst ist im Ortsteil Hoppetenzell verwurzelt, wie er sagt. Der Personalleiter ist stellvertretender Vorstand im Sportverein und Mitglied im Narrenverein. „Ich bin quasi bei jedem Fest dabei, sei es beispielsweise zum Ausschenken oder Hähnchen grillen“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Als zweifacher Familienvater liegen dem 38-Jährigen „automatisch die Themen Kindergarten, Betreuung und Schule am Herzen“. Stephan Borst sagt: „Stockach ist ein toller Schulstandort. Er soll als solcher erhalten und verbessert werden.“ Außerdem sei ihm eine Entwicklung in Sachen Internetverbindung wichtig. Auch über Barrierefreiheit und die Schaffung von Wohnungsraum müsse gesprochen werden, denn: „Ansonsten ziehen junge Leute weg und viel Potenzial für den Arbeitsmarkt geht damit verloren.“

Vor 20 Jahren begann Stephan Borst eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Seitdem ist er in dieser Branche unterwegs. „Ich sehe meine Stärken im kaufmännischen und wirtschaftlichen Bereich – sozusagen Zahlen, Daten, Fakten“, erklärt der Personaler. Trotzdem zeichne ihn auch eine gewisse Kreativität aus. Wichtig sei ihm, dass ihn die Menschen als Ansprechpartner für alle Themen sehen, denn als solcher wolle Borst am Ratstisch fungieren. Im Gremium könne seiner Einschätzung zufolge dann eine schärfere Diskussion entstehen, wenn etwas viel Geld kostet. „Diese Entscheidungen können sich vielleicht über mehrere Runden der Diskussion hinziehen.“