Politisch? Wenn man Christoph Stetter erzählen hört, dann war er das eigentlich schon immer. Andreas Jung, heute Wahlkreisabgeordneter der CDU für den Wahlkreis Konstanz und stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, kennt Stetter schon von der Schulzeit am Nellenburg-Gymnasium. In der Theater-AG hätten sie gemeinsam gespielt, erzählt Stetter.

Und mit 14 Jahren sei er über Jung, der ein paar Jahre älter ist, in die Junge Union (JU) Stockachs gekommen. Dort war er dann auch als Stadt-Vorsitzender ebenso wie im Kreisverband der JU aktiv. 1998 sei er dann in die CDU eingetreten – als der damalige Kanzler Helmut Kohl abgewählt wurde, „nach dem Motto: jetzt erst recht“.

Das könnte Sie auch interessieren

Seit 2010 leitet der 38 Jahre alte studierte Betriebswirt Stetter nun Jungs Wahlkreisbüro. Und seit Oktober 2018 ist er Stadtverbandsvorsitzender der CDU, als Nachfolger von Werner Gaiser. „Da kommt die Frage nach einer Kandidatur für den Gemeinderat von selbst auf“, erzählt Stetter. Die Position in unmittelbarer Nähe eines wichtigen Abgeordneten sei dabei zwar sicher ein Faktor gewesen. Doch durch sein Engagement in der JU kenne er auch viele Leute noch von früher.

Er habe auch selbst gerne kandidieren wollen, denn vor Ort könne man etwas bewegen. Dabei wolle er ein Ansprechpartner für alles und jeden sein und sich nicht zu sehr auf ein Thema konzentrieren. „Im Gemeinderat muss man eigentlich eher Generalist sein“, beschreibt er sein Rollenverständnis.

Stetters CDU-Prägung reicht tief, das hört man leicht aus seinen Erzählungen heraus. Aber zum Studium, da habe er dann bewusst weggehen wollen. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Nürnberg, arbeitete danach bei Industrieunternehmen in Nürnberg und München. Und dann gibt es noch den privaten Christoph Stetter. Der hat gerne Pflanzen und Fische, ist verheiratet, hat drei kleine Kinder und lebt seit 2016 wieder in seiner Heimatstadt Stockach. Das Ehrenamt, sagt er, gehe nur, wenn die Partnerin oder der Partner es mittragen.