Viele Verbesserungen, aber auch manches, was hinter den ursprünglichen Zielen zurückbleibt – das dürfte aus dem Blickwinkel der Stockacher Stadtverwaltung auf Kunden des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ab dem 1. Januar 2020 zukommen. Dabei geht es um diejenigen Busverkehre, die in der Regie des Landkreises Konstanz organisiert werden. Denn dieser ist gerade dabei, den Nahverkehrsplan, der im Jahr 2016 fortgeschrieben wurde, umzusetzen. Der Fokus der Planung liege auf dem Schülerverkehr, heißt es in der Vorlage zur jüngsten Sitzung des Stockacher Gemeinderats. Denn das Gremium hat zuletzt über die Stellungnahme der Stadt zu den konkreten Plänen des Landkreises entschieden. Die Räte haben dem Schreiben einstimmig zugestimmt.

Hauptamtsleiter Hubert Walk hat dabei hervorgehoben, dass ab 2020 mehr Anrufsammeltaxis (AST) fahren werden. Außerdem werde Seelfingen besser angebunden. Für ASTs gelte, so Bürgermeister Rainer Stolz, dass sie nur fahren, wenn sie auch bestellt werden. In Tagesrandzeiten seien sie allerdings eine gute Möglichkeit. Dahinter steht die Überlegung, dass eine regelrechte Buslinie, die immer nach Fahrplan verkehrt, auch dann Fixkosten verursacht, wenn kein Passagier mitfährt. Wenn der Bus in schwachen Zeiten nur fährt, wenn er von Fahrgästen gerufen wird, kann man dies vermeiden. Wolfgang Reuther (CDU) warb für das AST und sagte, dass anderswo im Kreis AST-Linien so rege genutzt wurden, dass wieder reguläre Buskurse daraus wurden. Und Claudia Weber-Bastong (SPD) merkte an, dass die Telefonnummer des AST-Dienstes ausreichend bekannt gemacht werden müsse, etwa durch große Aufdrucke an den Haltestellen.

Bei vielen Linien soll der letzte Bus ab 2020 später fahren als bisher, teilweise auch deutlich später, das geht aus der Sitzungsvorlage hervor. Für diese Verbesserung gab es Lob im Gremium. Kritik wird in der städtischen Stellungnahme am Schnellbusangebot zwischen Stockach und Tuttlingen vorgebracht. Das Angebot sei "insgesamt zu gering", heißt es. Außerdem werden Anbindungen der Gebiete Hardt und Blumhof auch an Samstagen gewünscht. Zudem soll das Taktende grundsätzlich auf 23.30 Uhr festgelegt werden. Und Wolf-Dieter Karle (Freie Wähler) mahnte, vor allem für die Talgemeinden genügend Busse für Schüler zur Verfügung zu stellen, weil es oft zu Überfüllung komme.