Beim Stockacher Gemeinderat stehen wieder die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung auf der Tagesordnung. Zuletzt hatte das Gremium bei den Haushaltsberatungen auf Antrag von CDU und Freien Wählern beschlossen, die Elternbeiträge für die Betreuung von Kleinkindern von unter drei Jahren etwas günstiger zu veranschlagen als ursprünglich vorgesehen. Demnach sollen sich die Kleinkindbeiträge nicht mehr an der Empfehlung der Spitzenverbände orientieren, sondern in Bezug zu den Beiträgen für über Dreijährige berechnet werden.

Ein unter dreijähriges Kind in einer reinen Kleinkindgruppe soll demnach das 2,25-fache eines Über-Dreijährigen kosten, in einer altersgemischten Gruppe das 1,5-fache. Die neuen Beiträge sollen nun ab dem 1. April gelten. Gleichzeitig sollen die Beiträge nach dem württembergischen Modell berechnet werden, das für Ermäßigungen alle Kinder in einer Familie berücksichtigt. Beim bisher gültigen badischen Modell werden Ermäßigungen gewährt, wenn eine Familie mehrere Kinder gleichzeitig betreuen lässt.

Wie aus den Ratsunterlagen hervorgeht, haben die katholischen Gemeinden und der Förderverein Waldorfpädagogik Zustimmung signalisiert. Der neu gebildete Gesamtelternbeirat mit seinem Vorsitzenden Christian Kliver hat in einer Stellungnahme die neuen Beiträge kritisiert und fordert, die Entscheidung über einen Modellwechsel nach der Kommunalwahl dem neuen Gemeinderat zu überlassen.

Außerdem geht es in der Sitzung, die am Mittwoch, 13. Februar, um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Stockacher Rathauses beginnt, um ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr und um Bausachen.