Rund um den Wahlwieser Narrenbaum geht es am Freitag weiter im närrischen Betrieb. Helfer sind am Vormittag damit beschäftigt, Absperrungen beiseite zu räumen. Und in der Roßberghalle, neben der der neue Standort für den Narrenbaum liegt, wurde bereits der Stierball vorbereitet, der jedes Jahr am Freitagabend stattfindet.

Trotzdem ist etwas anders als an anderen Freitagen nach einem Schmotzigen Dunschtig. Zur Erinnerung: Nach dem Stellen des Narrenbaums waren am Vorabend mehrere Männer auf eine Leiter geklettert, die am Narrenbaum lehnte. Laut Informationen der Polizei soll jemand auf der Leiter angefangen haben zu wippen. Drei Männer sind heruntergefallen und haben sich schwer, aber offenbar nicht lebensgefährlich verletzt. Trotzdem wurde einer der Männer mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht, zwei mit dem Rettungswagen versorgt.

"Das bewegt uns natürlich", sagt Martin Trinkner, Präsident des Narrenvereins Stierzunft Muhwiesen. Die Wahlwieser Narren seien froh, dass der Vorfall nicht mit schlimmeren Verletzungen ausgegangen sei: "Den Männern geht es Gott sei Dank den Umständen entsprechend gut." Dennoch seien die Narren nicht davon gelähmt, schließlich gebe es noch viel Arbeit für die Fasnacht zu erledigen.

Der Unfall am Narrenbaum war allerdings auch ein Dämpfer für den Schmotzigen Dunschtig in Wahlwies, das kann man Trinkners Äußerungen entnehmen. Bis dahin habe "fantastische Stimmung" geherrscht, erzählt er. Nachdem klar gewesen sei, dass die drei Männer keine lebensgefährlichen Verletzungen haben, konnten Hemdglonkerumzug und -ball aber stattfinden. Allerdings habe es beim Umzug weniger Besucher gegeben, so Trinkner.

Unterdessen stellte Gerhard Buchstab, Leiter des Stockacher Polizeireviers, in Aussicht, dass die Beamten in der Sache ermitteln werden. Bis diese Ermittlungen abgeschlossen sind, sei es indes noch zu früh, um über die Schuldfrage zu diskutieren.

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