Mahlspüren i.Hg/Raithaslach/Heudorf i.Hg – Komplett ausverkauft war die Hochbuchhalle beim ersten Gemeinschaftskonzert der Musikvereine aus Mahlspüren im Hegau und Raithaslach-Münchhof. Gleich zu Beginn traten Nachwuchsmusiker aus unterschiedlichen Gemeinden und Stockacher Stadtteilen auf: Die Jugendkapelle HoZiMaRa, die aus Instrumentalisten aus den Ortsteilen Hoppetenzell, Zizenhausen, Mahlspüren im Hegau und Raithaslach besteht, spielte unter der Leitung von Elisabeth Wenger einen lockeren und mit pfiffigen Ansagen verknüpften Einstieg in einen abwechslungsreichen Konzertabend.

Sigfried Kempter spielt beim Konzert in der Hochbuchhalle ein Trompetensolo.
Sigfried Kempter spielt beim Konzert in der Hochbuchhalle ein Trompetensolo.

Zum Filmtitel des berühmten Filmes "Rocky" gab es ein visuelles Aufwärmtrainig, zum Stück "Weather Report" sinnigerweise die drei Sätze windy, misty und sunny. Nach einem beschwingten und sehr lockeren Einstieg in Musik und Ansage folgte dann ein schweres Stück, denn die Ouvertüre aus dem Film "Die Brücke von Arnheim" führte in eine bedrückende Thematik. Unter dem Dirigat des Raithaslacher Dirigenten Heiko Jahnke waren die Musikerinnen und Musiker in ihrer schwarzen Konzertkleidung mit roten und blauen Accesoires auf hohem Niveau gefordert.

Die beiden Dirigenten Heiko Jahnke und Roman Baschnagel spielen hier am Schlagwerk mit, während Elisabeth Wenger das von ihr einstudierte Stück "Black Water" dirigiert.
Die beiden Dirigenten Heiko Jahnke und Roman Baschnagel spielen hier am Schlagwerk mit, während Elisabeth Wenger das von ihr einstudierte Stück "Black Water" dirigiert.

Bereits nach dem ersten Stück des gemeinsamen Hauptorchesters aus den beiden Kapellen folgte dann unter dem Dirigat von Mahlspürens Dirigent Roman Baschnagel eine Reise in die Bergwelt der Arktis. Auch er forderte mit diesem Stück jedes Register, etwa im "Schlittenhunderennen", das ein hohes Tempo hatte und trotzdem mit rhythmischer Klarheit daherkam. Auch hierfür gab es reichlich Applaus.

Die Ehrungen am Konzertabend wurden ebenfalls gemeinsam durchgeführt. Der Vorsitzende des Bezirks Nellenburg im Blasmusikverband Hegau-Bodensee Robert Delhey konnte gleich eine ganz Reihe verdienter Musiker für jeweils 20 jährige aktive Zugehörigkeit zu ihrem Heimatverein auszeichnen.

Neben der Ehrennadel in Silber und der Urkunde, welche vom Verband verliehen wurde, erhielten die Geehrten auch von ihren jeweiligen Vorständen neben einer kurzen Ansprache, die ihre Vita wiederspiegelte, auch ein kleines Präsent als Zeichen der Wertschätzung.

Dirigentenkarussell dreht sich

Der weitere Konzertabend drehte das Dirigentenkarussell mehrmals, denn, so die Ansage: "Wir haben uns überlegt, was wir mit dem jeweiligen Dirirgenten machen wenn er gerade nicht dirigiert..." Und so wechselten sich Jahnke und Baschnagel als Verstärkung des Schlagwerks mit Becken, Triangel und vielen anderen Dingen ab.

Die Musikvereine zeichneten treue und verdiente Mitglieder aus. Hier die am Rande des Konzertabends in der Hochbuchhalle geehrten Musiker, zusammen mit den Vereinsvorsitzenden. Bilder: Doris Eichkorn
Die Musikvereine zeichneten treue und verdiente Mitglieder aus. Hier die am Rande des Konzertabends in der Hochbuchhalle geehrten Musiker, zusammen mit den Vereinsvorsitzenden. Bilder: Doris Eichkorn

Zuletzt übernahm Elisabeth Wenger, welche bereits das Jugendorchester zum Einstieg des Konzertabends dirigiert hatte, den Platz for dem Ensemble. Im vergangenen Herbst habe sie ihre Dirigat-Prüfung mit Erfolg abgelegt und man sei froh darüber, sie mit ihrer Qualifikation in den Reihen zu haben, hieß es. So dirigierte sie zum offiziellen Abschluss des Konzertabends ihr Prüfungsstück "Black Water".

Am Ende forderte das Publikum nicht nur eine und auch nicht nur zwei Zugaben – einmal für ein Konzert nachbarschaftlich zusammenzurücken, hat sich für die Musikvereine mehr als gelohnt.