„Habt ihr alle das gleiche Stück auf euren Notenständern?“, vergewisserte sich Musikdirigent (MD) Helmut Hubov, bevor er die rund 50 Kinder vom Gruppenspiel schwungvoll durch den rhythmisch mitreißend gespielten „Turbo Rock“ führte. Es war der Auftakt zu einem rundum gelungenen Vorspielnachmittag, mit dem eine Auswahl von rund 200 Eleven der städtischen Musikschule im rappelvollen Bürgerhaus konzertant ihr Können demonstrierten.

Einen rundum begeisternden Vorspiel-nachmittag bescherten rund 200 Instrumentalschüler der städtischen Musikschule ihren Zuhörern im Bürgerhaus (im Bild das Schulorchester) Bild: Gabi Rieger
Einen rundum begeisternden Vorspiel-nachmittag bescherten rund 200 Instrumentalschüler der städtischen Musikschule ihren Zuhörern im Bürgerhaus (im Bild das Schulorchester) Bild: Gabi Rieger | Bild: Gabi Rieger

Dabei schienen die Eltern, Omas, Opas, Tanten und Geschwister teilweise mehr Lampenfieber zu haben, als die vortragenden Instrumentalschüler. Egal, ob solistisch, in Gruppen, größeren Ensembles oder Orchestern – alle spielten souverän ihr gut geprobtes Repertoire. Wie toll es klingt, wenn fortgeschrittene Holz- und Blechbläser nebst Perkussionisten zusammen konzertieren, demonstrierte zu späterer Stunde MD Hubovs Schulorchester mit „See you again“. Zusammen mit ihrem Dirigenten Klaus Uhrmeister spielten Violinen und Bratschen vom Kammerorchester „Divertimento“ spritzig zwei Sätze von Telemann. Durch ein Cello ergänzt, war der munter auf den Saiten gezupfte Vortrag der Pizzicato-Polka von Johann Strauß.

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Zwischen viel anerkennendem Beifall aus den Reihen des Publikums förderte der blausamtene Bühnenvor-hang immer wieder neue Solisten und kleinere Ensembles zutage: am klang-schönen Bösendorfer Konzertflügel wurde mal gejazzt, und mal mit Klassik oder Filmmusik verzaubert. Querflöten und Oboen umschmeichelten Ohren und Gemüt mit pastoralem Wohlklang.

Ein harmonisches Zusammenspiel verband das Geschwisterpaar Isabella und Adrian Puga-Reichle. Und am Ende gelang den beiden Kindern die Verbeugung genauso toll wie ihr Vorspiel. Bild: Gabi Rieger
Ein harmonisches Zusammenspiel verband das Geschwisterpaar Isabella und Adrian Puga-Reichle. Und am Ende gelang den beiden Kindern die Verbeugung genauso toll wie ihr Vorspiel. Bild: Gabi Rieger | Bild: Gabi Rieger

Zwei Fagotte bezauberten im Zusammenspiel mit ihrem ganz besonderen, an Sergej Prokowjews „Peter und der Wolf“ erinnernden Sound. Vier Hörner intonierten im Ensemble die Geschichte von Mc Donalds Tierfarm. Ein ganz besonderes Erlebnis bot das Geschwisterpaar Adrian und Isabella Puga-Reichle mit Klavier und Horn – da war die Verbeugung der kleinen Spieler am Ende genauso toll wie ihr Vorspiel.

Begeisterter Beifall vom Publikum war der Lohn für vorausgegangenes fleißiges Üben. Bild: Gabi Rieger
Begeisterter Beifall vom Publikum war der Lohn für vorausgegangenes fleißiges Üben. Bild: Gabi Rieger | Bild: Gabi Rieger

Die vier Blechbläser, die mit Trompete und Tuba einen „Call Rag“ bliesen, waren um fast die Hälfte größer als die vier kleinen Trompeter, die mit „Jumping Rag“ den Bürgersaal rockten.

Florian Bender, Trompeter im Schulorchester, verkaufte zu Beginn am Eingang Lose für die Tombola. „Im zweiten Teil wird unsere Glücksfee die Gewinne ziehen“, erläuterte der Elfjährige. Moderiert von Antonia Ried zog Samuel Klein Gutscheine und andere Gewinne aus der Trommel. „Mama, wenn wir keine Gewinne haben, möchte ich die Lose noch als Spielgeld benutzen“, verkündete Samuels kleine Schwester Lenia, Trompeterin im Gruppenspiel. Geschätzt drei Jahre alt ist Ameli Wegmann, die im Pausengedrä-gel im Foyer die Triangel schlug. „Das ist unser neues Pausenzeichen“, erklärte Sieglinde Hubov, die als Organisatorin beim Vorspielenachmittag der städtischen Musikschule überall gleichzeitig anzutreffen war.

Ein fröhlich gerufenes „Hey“ beschloss den Turbo-Rock vom Gruppenspiel. Bild: Gabi Rieger
Ein fröhlich gerufenes „Hey“ beschloss den Turbo-Rock vom Gruppenspiel. Bild: Gabi Rieger | Bild: Gabi Rieger

Atemberaubende Perkussions-Sessions, virtuose Klavier-, Klarinetten- und Streicher-Soli ergänzten das mit Fingerspitzengefühl konzipierte Programm, bei dem auch vor enthusiastischem Beifall auch fast schon professionell anmutende Schlagwerk-Vorträge nicht fehlten.

Joshua Renz am Klavier: Er spielte eine Sonatine von Ludwig van Beethoven.
Joshua Renz am Klavier: Er spielte eine Sonatine von Ludwig van Beethoven. | Bild: Gabi Rieger

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