Befindet sich im Raithaslacher Farrenstall eines der Funklöcher des ländlichen Raums? Thomas Lötscher alias Veri hatte die Lacher auf seiner Seite, als er mit einer "Live–Performance" die Funkmikrofonprobleme bespielte und Hausmeister Siegfried Kempter zum unfreiwilligen Statisten machte. Diese gelungene Situationskomik zu Beginn des Volksbank-Mundartabends sicherte dem Schweizer Kaberettisten die Sympathien der rund 70 Besucher, die sich nur zu gern auf seine V(F)erienerlebnisse einließen.

20 Euro für die Eingemeindung

Veri karikierte das Strandliegenreservieren der Urlauber ebenso wie die unterschiedliche Gesetzgebung in den Schweizer Kantonen, das autonome Fahren, die globale Digitalisierung und das Taubenfüttern-Verbot. Fünf gesetzliche Vorschriften für eine Fahrt durch die Schweiz mit dem Hund gebe es – und in jedem Kanton ein anderes Strafmaß für das illegale Entsorgen des Hundekotbeutels. 100 Franken kostet es im Kanton Zürich, in Konstanz sind es 20 Euro. Das mache die "Eingemeindung" verständlich! Probleme bereiteten jedoch die hohen Parkgebühren in Konstanz, wobei diese mit einem autonom fahrenden Auto umgehen werden könnten. Es solle einfach ein paar Runden durch die Innenstadt drehen. Die totale Vernetzung mache es dann auch möglich, dass der Toilettengang gleich analysiert werde und während des Händewaschens schon die Empfehlungen des Hausarztes im Display des Spiegels erscheinen.

Mit viel Witz und Charme

Das Taubenfütterverbot in Luzern, die Regulationsabschüsse von Schwänen im Kanton Nitwalden; überzogene Maßnahmen gegen zu hohe Populationen? Der Schwan solle eben ein Schaf reißen, dann gelte vielleicht auch für ihn ein Abschussverbot wie beim Wolf. Veri offenbarte mit Witz und Charme die Schwächen und Unzumutbarkeiten der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und gab am Ende einen Rat für den Umgang mit religiösen Symbolen. Bei der Einschulung dem Islammädchen das Kopftuch abnehmen und über das Kruzifix hängen.