Eine wichtige Personalie in der Stadt ist entschieden. Michael Hanke wird neuer Geschäftsführer des Stockacher Krankenhauses. Dies gab die Stadtverwaltung in einer Pressemeldung bekannt. Demnach hat sich der Aufsichtsrat des Krankenhauses in seiner jüngsten Sitzung für Hanke entschieden. Er wird der Meldung zufolge zum 1. März 2019 das Amt antreten und Berthold Restle ablösen.

Restle hat das Krankenhaus dann übergangsweise für knapp drei Jahre geleitet. Sein Vertrag wäre planmäßig ohnehin zum Ende dieses Jahres ausgelaufen, wie Restle schon bei früherer Gelegenheit erklärte. Eine Übergangsregelung werde es nun aber trotzdem nicht geben: "Die zwei Monate hänge ich noch dran", sagt Restle auf Anfrage.

Er geht: Berthold Restle war knapp drei Jahre Geschäftsführer.
Er geht: Berthold Restle war knapp drei Jahre Geschäftsführer. | Bild: Freißmann, Stephan

Der neue Mann an der Spitze des Stockacher Krankenhauses wurde laut der städtischen Pressemeldung im Jahr 1964 in Duisburg am Niederrhein geboren. Er sei verheiratet und habe zwei Kinder. Nach einer Ausbildung als Groß- und Außenhandelskaufmann habe Hanke Wirtschaftswissenschaften studiert und 1995 als Diplom-Betriebswirt (FH) abgeschlossen.

Berufserfahrung im Krankenhaus hat er in verschiedenen Kliniken gesammelt. Aus den Informationen in der Pressemitteilung lässt sich ableiten, dass Hanke ein Mann des Kaufmännischen ist. So habe er an seinen Einsatzorten als Abteilungsleiter der Abrechnung und Bereichsleiter für Controlling und Unternehmensplanung gearbeitet. Beruflich sei er vor allem im Rheinland tätig gewesen. Die städtische Mitteilung listet das St. Antonius Hospital in Eschweiler und das St. Marien Hospital in Düren auf, wo er als kaufmännischer Direktor tätig gewesen sei, sowie das Heilig-Geist-Krankenhaus in Köln-Longerich, wo Hanke als Geschäftsführer gearbeitet habe.

Hankes frühere Arbeitgeber waren kirchliche Häuser

Alle drei Häuser befinden sich laut deren eigenen Angaben in der Trägerschaft von Organisationen, die mit der katholischen Kirche verbunden sind. Das Heilig-Geist-Krankenhaus, wo laut Medienberichten Hankes jüngste berufliche Station war, hat eigenen Angaben zufolge fast 300 Betten und behandelt im Jahr mehr als 15 000 Patienten stationär. Damit ist es deutlich größer als das Stockacher Krankenhaus (siehe Kasten).

Stockachs Bürgermeister Rainer Stolz, der gleichzeitig Chef des Aufsichtsrates des Krankenhauses ist, zeigt sich zufrieden mit der Personalie: „Ich bin überzeugt, mit Herrn Hanke haben wir eine gute Wahl getroffen. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit ihm und wünsche ihm alles Gute“, wird er in der städtischen Pressemitteilung zitiert.

Das Stockacher Krankenhaus: Die Zeit, in der Berthold Restle die Einrichtung übergangsweise geleitet hat, geht zu Ende.
Das Stockacher Krankenhaus: Die Zeit, in der Berthold Restle die Einrichtung übergangsweise geleitet hat, geht zu Ende. | Bild: Freißmann, Stephan

Und der scheidende Geschäftsführer Berthold Restle? Der zieht, pauschal gesehen, eine zufriedene Bilanz seiner Jahre am Stockacher Krankenhaus: "Ich denke, wir haben das Krankenhaus stabilisiert." Ein Wermutstropfen bleibt für ihn dennoch, das merkt man ihm im Gespräch an, dass er den jährlichen Fehlbetrag des Krankenhauses nicht reduzieren konnte.

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Wobei als Erklärungen für die Fehlbeträge regelmäßig übergeordnete Regelungen zur Krankenhausfinanzierung angeführt wurden, auf die die Krankenhausleitung keinen Einfluss hat. Geht Restle mit einem weinenden Auge? Zumindest ist ihm das im Gespräch nicht anzumerken: "Im Januar werde ich 70 Jahre alt", sagt er – da habe man sich den Ruhestand durchaus verdient.

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