Ein 40-jähriger Mann hat am Mittwochmorgen die Polizei alarmiert und mitgeteilt, dass er nach einem Streit seine Frau erwürgt habe.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts, die 39-jährige Ehefrau soll obduziert werden.

Wie die Polizei in einer Presseerklärung mit der Staatsanwaltschaft Konstanz mitteilt, stammt das Ehepaar aus dem Raum Reutlingen und war in Stockach-Wahlwies zu Besuch, als es zum Streit kam.

Die zunächst verbal ausgetragene Auseinandersetzung soll eskaliert sein. Der Mann meldete sich dann über den Notruf beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Konstanz.

Nähere Erkenntnisse nach einer Obduktion

Beamte trafen die 39-jährige Frau vor Ort leblos auf dem Boden liegend. Ein hinzugerufener Notarzt konnte demnach nur noch den Tod der Frau feststellen.

Nähere Aufschlüsse über den Tatablauf erwarten die Ermittler der Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen von einer Obduktion der Frau, welche die Staatsanwaltschaft Konstanz nach eigener Mitteilung bereits beantragt hat.

Für Details zum Tathergang und Hintergründen sei es noch zu früh. "Die Ermittlungen sind noch ganz am Anfang", sagt Andreas Mathy als Sprecher der Konstanzer Staatsanwaltschaft.

Haftantrag wird noch gestellt

Der 40-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Laut Franz Klaiber, Direktor des zuständigen Amtsgerichts Konstanz, liegt noch kein Haftantrag vor.

Dieser soll laut Andreas Mathy aber in den nächsten Stunden eingehen – Priorität habe bis dahin die Spurensicherung, mit der die Beamten noch beschäftigt seien.

Er gehe aufgrund der aktuellen Faktenlage davon aus, dass der beschuldigte Ehemann in Untersuchungshaft kommt, ergänzt Mathy.

Dass ein Tatverdächtiger sich selbst an die Polizei wendet, sei übrigens nicht vollkommen außergewöhnlich und er habe das schon einmal erlebt: Wenn der Streit entsetzlich eskaliert sei, könne es gut sein, dass der Beschuldigte danach schlagartig zur Besinnung kam.