Kreistag, Gemeinde- und Ortschaftsräte sind die Vertretung der Bürger auf kommunaler Ebene. Und am kommenden Sonntag, 26. Mai, werden diese Vertretungen neu gewählt – gleichzeitig mit dem Europäischen Parlament. Dabei ist die Kommunalwahl ungleich komplizierter: Als Wähler darf man dabei jeweils so viele Stimmen vergeben, wie Sitze zu verteilen sind. Was Wähler beachten müssen:

  • Kumulieren und Panaschieren: Eine Besonderheit der Kommunalwahl. Wähler können einem Kandidaten bis zu drei Stimmen geben (Kumulieren) und sie können Kandidaten von unterschiedlichen Listen wählen (Panaschieren). Wichtig ist, dass die Gesamtzahl der Stimmen, die man vergeben darf, nicht überschritten wird, sonst werden Stimmen ungültig. Gibt es nur eine Liste – etwa beim Ortschaftsrat – gilt Mehrheitswahl und Kumulieren ist nicht möglich. Aber man darf weitere Namen wählbarer Personen dazuschreiben.
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  • Unechte Teilortswahl: In manchen Gemeinden gilt dieses Verfahren, das sicherstellen soll, dass Personen aus allen Ortsteilen im Gesamtgremium vertreten sind. Das bedeutet: Für jeden Wohnbezirk – meist ein Ortsteil – ist je nach Einwohnerzahl festgelegt, wie viele Kandidaten in den Gemeinderat dürfen. Entsprechend muss der Wähler die Stimmen vergeben. Man darf also nicht zu viele Kandidaten aus einem Ortsteil wählen, sonst werden Stimmen ungültig. Im Zweifel gibt es eine Anleitung beim Stimmzettel.
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  • Auszählung: Die Ergebnisse der Kommunalwahl werden in praktisch allen Gemeinden erst am Montag nach der Wahl ermittelt. Für die Auszählung bleiben beispielsweise im Stockacher Rathaus alle Ämter geschlossen. Die Auszählung selbst ist aber öffentlich – Interessierte können sie beobachten.