Abenteuer Deutsches Rotes Kreuz – Im Rahmen des Ferienprogrammes besuchten neun Kinder zwischen sechs und zehn Jahren die Rettungswache am Stadtgarten. Rettungsassistent Oliver Braunstein nahm sich viel Zeit und zeigte den interessierten Kindern und zwei Müttern den Rettungswagen, die Garage und die Büro- und Aufenthaltsräume. Anschließend gab es Eis für alle, bevor die ehrenamtlichen Mitarbeiter Stefan Riffler und Heiko Röther mit den Kindern die stabile Seitenlage übten und zur Demonstration von Erste-Hilfe-Maßnahmen Verbände anlegten.

Oliver Braunstein erklärte den Unterschied zwischen Kranken- und Rettungswagen und ließ alle Kinder in den Wagen 5-83-2 (die erste Zahl steht für die Wache, die zweite für Rettungswagen, die dritte für Wagen 2) einsteigen. Wenn ihn ein Notruf erreiche, müsse er in kürzester Zeit einsatzbereit sein. Auch nachts säßen alle Handgriffe ganz automatisch. Für die Helfer sei wichtig, möglichst genau zu wissen, wo sie hinkommen müssen, um keine Zeit zu verlieren.

Rettungsassistent Oliver Braunstein stellt das Fahrzeug vor

Im Wagen sahen die Kinder die komplette Ausrüstung von Sauerstoffflaschen, Notfallsets, Halskrausen, Medikamentenschrank bis hin zum Notfallrucksack, den sie selbst hochheben durften. "Ganz schön schwer", stellte Raphael fest. Braunstein erklärte, die Trage könne hoch und runter gefahren und schräg gestellt werden. Wenn eine Schwangere transportiert werde, käme die Trage in umgekehrter Richtung rein. Die Vermutung der Kinder, das Baby knalle sonst bei der Geburt gegen die Tür, ließ die Erwachsenen schmunzeln. Ganz unrecht hatten sie aber nicht: Er habe so mehr Platz, um bei einer spontanen Geburt zu helfen, sagte der Rettungsassistent.

Die Kinder entdeckten auch außen alle Unterschiede zu normalen Autos, erfuhren, dass die unteren Blaulichter dafür da sind, dass ein vorausfahrender PKW-Fahrer sie besser sieht, und hielten sich die Ohren zu, als kurz das Martinshorn ertönte. Dies war für alle ein spannender Nachmittag, der keine Fragen offen ließ.