Das Jahreskonzert des Musikvereins Winterspüren am Vorabend des ersten Advents war wieder ein voller Erfolg: Kurz vor Konzertbeginn mussten in der Lichtberghalle noch schnell weitere Tische und Stühle aufgestellt werden, um dem Besucheransturm gerecht zu werden. So wurde das Motto des Konzerts, „Begegungen“, für die Zuhörer musikalisches Programm.

WiSeLi will „bestes Konzert spielen“

Die Gemeinschaftsjugendkapelle WiSeLi, unter der Leitung von Mathias Keller-Fröhlich und Christian Reutebuch trat mit einem hohen Anspruch an, denn sie wollte „ihr bestes Konzert spielen“ verkündete die Ansage. Dieses Versprechen konnten die jungen Musiker zweifelsohne einhalten.

Zu Beginn spielten sie das Stück „The Greatest Show“, gefolgt von „Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald“, komponiert von James Newton Howard, der ebenfalls die Filmmusik zu „Harry Potter„ geschrieben hat. Die „Greatest Hits“ von Bruno Mars, aus den aktuellen Charts bekannte Stücke, rundeten den Auftritt der Jungmusikanten ab. Das Publikum forderte eine Zugabe und konnte den WiSeLis ein beschwingtes „Feliz Navidad„ entlocken.

Vielfältige Begegnungen

„Wir sind heute Abend darin bestrebt, Ihnen, liebes Publikum, musikalisch und abwechslungsreich in jeglicher Hinsicht zu begegnen.“ eröffnete Ansager Michael Buhl den Auftritt des Musikvereins Winterspüren. Festlich und besinnlich gestaltete sich das erste Stück „St. Florians Choral“ von Thomas Doss, gefolgt von „Pompeji„. Der Komponist Mario Bürki drückt damit eine musikalische Beschreibung zum Untergang der gleichnamigen Stadt unterhalb des Vulkans Vesuv aus.

Die Besucher begegneten einer weiteren dramatischen Szene, „The Legend of Maracaibo„, arrangiert von Josè Alberto Pina, denn dieses intensive Werk beinhaltete viele Abenteuer während der Seeschlacht bei Vigo vor der spanischen Küste.

Alphorn-Trio mit Orchester

Der Tipp von Ansager Michael Buhl zur Pause an das Publikum: „Nutzen Sie die Begegnung mit unserem Bewirtungspersonal“ ließ viele Zuhörer schmunzeln.

Zum weiteren Ohrenschmaus wurden die darauffolgenden Stücke: Klaus Buhl und seine beiden Söhne Michael und Andreas spielten zusammen mit dem Orchester auf ihren Alphörnern das von Kurt Gäble extra für diese Besetzung geschriebene Stück „Begegnungen“.

Alle Geehrten auf einen Blick (v.r.): Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten Lea Endres, Jolie Kempter und Lina Greiner. Das Leistungsabzeichen in Silber erhielt Lara Tuppy. Klaus Buhl (3. von links) wurde für 50 Jahre als aktiver Musiker und für besondere Leistungen vom Präsident des Blasmusikverbandes Hegau-Bodensee, Johannes Steppacher (2. von links) geehrt. Ganz links freut sich Vorstand Michael Keller-Fröhlich mit den Geehrten.
Alle Geehrten auf einen Blick (v.r.): Das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten Lea Endres, Jolie Kempter und Lina Greiner. Das Leistungsabzeichen in Silber erhielt Lara Tuppy. Klaus Buhl (3. von links) wurde für 50 Jahre als aktiver Musiker und für besondere Leistungen vom Präsident des Blasmusikverbandes Hegau-Bodensee, Johannes Steppacher (2. von links) geehrt. Ganz links freut sich Vorstand Michael Keller-Fröhlich mit den Geehrten. | Bild: Anita Endres

Klaus Buhl wurde vom Präsident des Blasmusikverbandes Hegau-Bodensee, Johannes Steppacher, für sein langjähriges Engagement geehrt: Für ein halbes Jahrhundert als aktiver Musiker erhielt er sowohl vom Blasmusikverband als auch vom Bund deutscher Blasmusik die Ehrennadel in Gold mit Urkunde verliehen.

Michael Keller-Fröhlich, Vorsitzender des Musikvereins Winterspüren, würdigte mit Freude und Stolz den ehemaligen Vorstand und lobte dabei sowohl seine Tatkraft und Hilfsbereitschaft, als auch das musikalische Können von Klaus Buhl als klangliches Fundament im Verein. Ebenfalls eine Auszeichnung mit Urkunde für das Leistungsabzeichen in Bronze erhielten Lina Greiner, Lea Endres und Jolie Kempter. Das Leistungsabzeichen in Silber erhielt Lara Tuppy.

Duett aus dem Musical „Tarzan“

Nach den Ehrungen folgten weitere Musikstücke: „Wo ich auch stehe“, eine Ballade von Albert Frey, für Sologesang und Blasorchester nach Psalm 139, ging unter die Haut. Sängerin Nicole Buhl aus Winterspüren begeisterte das Publikum.

Die bekannte Dudelsackmelodie „Highland Cathedral“ wurde von Sänger Alexander Gambin aus Villingen begleitet. Dank der guten Kontakte von Dirigent Marco Geigges konnte der Musikverein als einer der wenigen Blasorchester in Deutschland die Lizenz zum Spielen der Musical-Musik „Tarzan“ erwerben. Dabei brillierten die beiden Sänger im Duett und wurden mit Stakkatoapplaus belohnt.