Georg Philipp Telemann war mehr als der Barockkomponist von Blockflötenstücken. Sein musikalischer Nachlass ist umfangreich und umfasst alle zu seiner Zeit üblichen Musikgattungen.

Typisch für Telemann sind gesangliche Melodien, einfallsreich eingesetzte Klangfarben und ungewöhnliche, harmonische Effekte. Seine Instrumentalwerke sind oft stark von französischen, italienischen, und gelegentlich auch von folkloristischen, polnischen Einflüssen geprägt.

Zugunsten ihres Solidarfonds veranstaltete die Kulturwerkstatt der Waldorfschule Wahlwies unter dem Motto „Telemanns Blockflöte“ eine inspirierende kammermusikalische Soiree. Ausführende waren Heidrun Menzel (Altblockflöten, Voiceflöte, Sopranblockflöte), Jakob Sieke (Spinett), Florian Götzeler (Viola da Gamba) und Martina Kasper (Violine).

Im Namen der veranstaltenden Kulturwerkstatt überreichte Kirje Klotz den zugunsten des Solidarfonds auftretenden Musikern je eine gelbe Rose.
Im Namen der veranstaltenden Kulturwerkstatt überreichte Kirje Klotz den zugunsten des Solidarfonds auftretenden Musikern je eine gelbe Rose. | Bild: Gabi Rieger

Heidrun Menzel, die als flötende Protagonistin auf einer Voiceflute in barocker Stimmung mit warmem Wohlklang den Abend eröffnete, erfreute an anderer Stelle als Altblockflöten-Trio zusammen mit den 17-jährigen Schülerinnen Duniya Das und Annik Ruby mit einer Bearbeitung aus einer französischen Telemann-Sonate.

Ein musikalisches Intermezzo gab die Flötenvirtuosin Heidrun Menzel zusammen mit ihren 17-jährigen Schülerinnen Annik Ruby und Duniya Das (von links).
Ein musikalisches Intermezzo gab die Flötenvirtuosin Heidrun Menzel zusammen mit ihren 17-jährigen Schülerinnen Annik Ruby und Duniya Das (von links). | Bild: Gabi Rieger

„Ich finde die Flöten ziemlich schön“, bemerkte am Rande der achtjährige Paulo Bonini, der wie die älteren Zuhörer im fast vollen Veranstaltungssaal das mit viel Beifall bedachte Concertino genoss.

Altblockflöte und die mit Darmsaiten bespannte Gambe standen bei der Trio-Sonate F-Dur in lebendigem Dialog. Das stützende Basso Continuo (b.c.) lieferte das Spinett mit seinem wunderschön silbrig „brausenden“ Klang.

Die Interpreten, allesamt virtuose Meister ihrer Instrumente, zauberten mit ihrem stimmungshebend fröhlichen, sehr lebendigen Spiel inspirierte Glückseligkeit auf die Gesichter ihres Publikums.

Vielfarbig funkelte das Vivace aus der a-Moll-Sonate. Wie mit tausend schnellen Schritten eilte das Allegro der a-Moll-Triosonate dahin. Im Presto der Partita in B erinnerte die kleine Sopran-Blockflöte an den munter plappernden Vogelfänger Papageno aus Mozarts Zauberflöte.