Am Freitagabend übergab er dem Narrengericht in Stockach (Kreis Konstanz) sechs Eimer Wein – halb Spätburgunder, halb Grauburgunder, Jahrgang 2016. Dies teilte das närrische Gericht am Samstag mit. Gefeiert wurde die humorvolle Zeremonie auf dem Stockacher Hausberg Nellenburg. Begleitet wurde Strobl von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Diesem hatte das Gericht eine närrische Rüge ausgesprochen, weil sich Hermann gegen Widerstände für ein Tempolimit auf der Autobahn 81 (Stuttgart-Singen) einsetzte.

Wie das „Wochenblatt“ am Samstag meldete, durfte Strobl am Vorabend erst nach dem Narrenrichter sprechen: Er werde nach dem Ende seiner politische Karriere in den Ruhestand gehen, versicherte Strobl, dann Mitglied des Stockacher Narrengerichts werden und es von innen heraus aushöhlen. Solange, bis es richtig „durchgegendert“ sei. Hermann, sprach von einem „arglistigen Narrengericht“ und davon, dass er im Februar gerne seiner Ladung als Zeuge nach Stockach zur Narrengerichtsverhandlung gefolgt sei. Denn was könne es für einen Minister Schöneres geben, als die Wahrheit zu sagen? Doch vom Zeugen sei er plötzlich zum Angeklagten avanciert und ebenfalls zu einer Weinstrafe verurteilt worden.