Nicht nur bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Russland wird Fußball gespielt – auch in Stockach rollt am 30. Juni der Ball. Auf dem Mini-Spielfeld neben der Hägerweghalle geht es in Fünfer-Teams gegeneinander. Dieser Tag ist der dritte von fünf Spieltagen in der "b.free soccer league", die auf unterschiedlichen Plätzen mit verschiedenen Untergründen über die Bühne gehen. Die Idee geht zurück auf eine Initiative der Stiftung der Deutschen Fußballliga – Dach der sozialen Aktivitäten der 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga – die zu einem Präventionstag zum Thema Integration aufgerufen hat. Stefan Gebauer, "b.free Geschäftsführer", ist stolz darauf, dass der Sport-Club (SC) Freiburg mit "b.free" arbeitet. "Es gibt seit fünf Jahren eine Kooperation mit dem SC, normalerweise zur Prävention im Schulbereich", sagt er.

Gespielt wird in zwei Ligen: von zehn bis 14 Jahren und ab 15 Jahren in geschlechtsgemischten Teams, die durch Zulosen gebildet werden. Wer sich bis 11 Uhr am Spieltag vor Ort anmeldet, weiß also nicht, mit wem er spielt. Genau das ist das Spannende, finden Stefan Gebauer und Stadtjugendpfleger Frank Dei. Sie freuen sich, dass auch Alexander Brändlin (Jugendmigrationsdienst der Caritas) und Lisa Hallermann (evangelische Kirche) diese Veranstaltung unterstützen. Dei sagt, er habe sich auf die "b.free"-Anfrage sofort beworben: "Viele der Jukuz-Besucher sind große Fußballfans. Ich hatte selbst schon an einen Fußballtag gedacht." Zunächst seien die Jugendlichen skeptisch gewesen, weil sie mit ihren Freunden als Team spielen wollten. Er habe mit ihnen über die Idee gesprochen, und nun freuten sich alle auf die Veranstaltung. Stefan Gebauer erläutert: "Integration zu leben ist das Ziel. Es geht ums Spielen. Jeder Teilnehmer bekommt am Schluss ein Trikot und eine Urkunde, die fairste Mannschaft noch Turnbeutel und Medaillen."

Ihm gefällt, dass die Spieler sich bei diesem Projekt ohne Schiedsrichter verständigen müssen. "Die Spielleitung greift nur im Notfall ein", sagt er.