Stockach Im Namen des Apfels: verkaufsoffener Sonntag am 15. Oktober

Bürger und Vereine beteiligen sich an der Aktion mit 25 Ständen. Der Apfeltag zählt zu den beliebtesten Verkaufssonntagen in der Stadt, sagt Siegfried Endres, Vorsitzender der HHG

Stockach – Der Apfel soll am Sonntag, 15. Oktober, zu Ehren kommen. Das ist recht und billig in einer Region, in der die Frucht gut wächst: Das ist die Kernidee des Apfeltags, der ursprünglich vor zehn Jahren an einem Freitag veranstaltet wurde, wie Siegfried Endres, Vorsitzender der HHG, berichtet, aber bald auf einen verkaufsoffenen Sonntag verlegt wurde. "Wichtig ist uns, dass die verkaufsoffenen Sonntage mit einem Thema bespielt werden", sagt Endres.

Ein wenig irritierend wirkt allerdings die Tatsache, dass unter den Standbetreibern kaum Apfelbauern zu finden sind. "Sie haben im Oktober keine Zeit, da läuft die Ernte", erläutert Siegfried Endress, deshalb seien die Obstbauern in der Regel nicht am Apfeltag anwesend. Marina Dröse ist eine Ausnahme. Sie betreibt mit ihrem Mann, der im Ruhestand ist, Obstbau und einen Hühnerhof, auf zwei Hektar bauen die Dröses Äpfel, Birnen, Quitten sowie Beerenobst an. Die Produkte vermarktet Marina Dröse im Hofladen, auf dem Markt in Konstanz-Petershausen und im Internet. "Ich bin zum ersten Mal beim Apfeltag", berichtet sie, es gehe ihr darum präsent zu sein und ein wenig Umsatz zu machen. Sie will vor allem verarbeitetes Obst anbieten, Apfel-, Quittenmarmelade, Milchreis mit Apfelmus, Sirup und Saft. Die Probleme vieler Obstbauern in diesem Jahr, dass der Ernteertrag durch die Aprilfröste extrem reduziert wurde, betreffen Dröse weniger. "Wir haben etwa 80 Prozent der normalen Erntemenge erreicht."

Auch wenn die Apfelbauern nicht stark beteiligt sein werden, wird es am Sonntag etliche Aktionen geben, die mit der heimischen Frucht zu tun haben. 25 Stände sollen es sein, an denen zum Beispiel Apfeldünne und Apfelkuchen in allen Variationen verkauft werden, wie Bianca Duventäster berichtet, die die Organisation für die HHG übernimmt. "Der Apfeltag wächst von Jahr zu Jahr", sagt Duventäster. "Im Vergleich zu den anderen verkaufsoffenen Sonntagen beteiligen sich deutlich mehr Bürger an Aktionen. Er wird sehr gut angenommen." Schulklassen und Vereine haben sich mit Ständen angemeldet. Bei Klasse sechs der Waldorfschule Wahlwies gibt es zum Beispiel Apfelpfannkuchen und Kunststücke, die die Schüler mit Klaus Riedel vom Zirkus Klarifari einstudiert haben.

"Der Apfeltag ist der verkaufsoffene Sonntag mit dem meisten Publikum", ergänzt Endres und weiß, dass dies dem Handel zugute kommt. Zwar seien die Verkaufssonntage nicht die Tage mit den höchsten Umsätzen, doch viele Familien nutzen den Tag, um zu bummeln und sich Anregungen zu holen.

Eine Neuerung gibt es in diesem Jahr. Das Umweltzentrum (UZ) bietet mit Werners Radshop Informationen zur Elektromobilität an. "Das Thema wollten wir schon lange aufgreifen", sagt Sabrina Molkenthin, Leiterin des UZ. Häufig bekomme sie Anfragen zum Thema. Drei Experten werden vor Ort sein: Werner Niedhart, der über E-Bikes informiert, Andreas Klatt aus Wahlwies, der sein Elektromobil Zoe dabei haben wird und Probefahrten anbietet und Franz Fabian, Leiter des Ennovation Center Bodensee, der zu allen Aspekten der E-Mobilität berät. Die Stadtwerke präsentieren mehrere E-Mobile.

Aktionen

  • Süßes für Kinder: Keine Äpfel, sondern Schokoriegel gibt es bei einer Attraktion auf dem Gustav-Hammer-Platz, dem Schokozügle. Die Schokolade ist im Fahrpreis inbegriffen.
  • Star Wars: Im Kulturzentrum gibt es ein Programm für Kinder, das sich mehr um Jedi-Ritter als um Äpfel dreht. Apfel-Filzen gibt es auch.
  • Kürbisse: Die Landfrauen bieten in der ZG Kürbis-Bemalen an. Die Leucht-Kürbisse, die hier oder zuhause entstehen, sollen am 26. Oktober die Altstadt zur "Geisterstadt" machen. Außerdem gibt es Apfelspezialitäten.

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