Ein Hubschraubereinsatz und eine Personenkontrolle an der Bundesstraße 34 beim Stockacher Ortsteil Wahlwies hat am Donnerstagabend die Menschen beschäftigt. Dabei habe es sich um eine Hubschraubersprungfahndung gehandelt, sagte Christian Werle, Pressesprecher der Bundespolizei-Inspektion Konstanz. Dabei nutzen die Einsatzkräfte einen Hubschrauber, um rasch an verschiedenen Orten Kontrollen zu machen, die nicht vorhersehbar seien.

Beteiligt gewesen seien in diesem Fall Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei sowie die eidgenössische Zollverwaltung aus der Schweiz, so Werle weiter. Die Hubschraubersprungfahndung sei eine Maßnahme der Schleierfahndung, die es in einem Streifen von bis zu 30 Kilometern Entfernung von der Grenze zur Schweiz gebe. Die Schleierfahndung solle die Grenzkontrollen ersetzen, die an der Grenze zur Schweiz im Jahr 2008 weggefallen seien. Ein Grund zur Sorge habe für die Einwohner allerdings nicht bestanden, betont Werle: Es sei ein vorgeplanter Einsatz gewesen und habe keine akute Gefährdung gegeben.

Dies sagt auch Sandra Kratzer, Sprecherin der Präsidiums Konstanz der Landespolizei, deren Beamte an der Aktion beteiligt waren. Die Aktion habe verdachtsunabhängig stattgefunden, es habe keine Gefahr bestanden. Als weitere Einsatzorte nannte sie die Autobahn 81 bei Geisingen, die Bundesstraße 33 bei Allensbach-Hegne und die Bundesstraße 314 bei Hilzingen-Binningen. Die Kontrolle beim Mooshof habe von 19.10 Uhr bis gegen 20.20 Uhr gedauert, sagte Herbert Storz, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz.

Bei der Kontrolle gestern Abend seien keine großen Fische gefunden worden, berichtet Christian Werle weiter. Man habe aber vier Personen gefunden, die ohne Fahrerlaubnis mit dem Auto unterwegs waren, und zwei Personen, die sich nicht legal in Deutschland aufgehalten hätten.