Wenn Rainer Seige und Jürgen Kempter von den Naturfreunden Stockach erzählen, könnte man fast einen Winterverein vermuten: Bekannt sind sie für ihre Ski- und Snowboard-Ausflüge und die sind naturgemäß im Winter gefragt. Doch mit anderen Angeboten wie Wanderungen ist der Verein ganzjährig aktiv – nicht zuletzt mit einem Stand beim Schweizer Feiertag. Kempter ist Vize-Vorsitzender des Vereins, Seige ist Vorsitzender des Fördervereins. "Es gibt kein Stadtfest ohne Naturfreunde", sagen die beiden. Auch die Grillhähnchen gehören seit 30 Jahren dazu. "Manche kommen extra dafür", sagt Jürgen Kempter.

Rund 550 halbe Hähnchen haben die Naturfreunde wieder im Angebot, wenn sie am Samstag, 16. Juni, ihren Stand an der Bodanstraße in Stockachs Innenstadt aufbauen. Ab 6 Uhr werden die Helfer zugange sein, ab 10 Uhr soll es etwas zu essen geben. Und bis etwa 14 Uhr werden die Hähnchen bereits ausverkauft sein, schätzt Kempter. "Wir sind einer der Gewinner von der Umstrukturierung, seit es kein Festzelt mehr gibt", sagt er weiter. Zuvor hätten sie ihren Stand in einer kleinen Gasse gehabt, nun können sie Gästen Sitzplätze und Musik von nebenan anbieten. Die Menge der begehrten Hähnchen zu erhöhen, sei übrigens nicht möglich: Der selbst gebaute Holzkohlegrill brauche etwa 2,5 Stunden zum Grillen. Außerdem müsse die Asche abkühlen, um den Grill später abbauen zu können. "Ab 13 Uhr legen wir kein Feuer mehr auf", erklärt Kempter. Doch es gebe ja noch Steak, Wurst, Pommes und seit einem Jahr auch eine Gemüse-Fleisch-Pfanne.

"Nach der Veranstaltung geht es direkt weiter", sagt Seige. Dann würden sie Anregungen für nächstes Jahr sammeln. Zwei Wochen vor dem Stadtfest beginne dann die intensive Planung einschließlich der Einsatzzeiten für die Helfer. Bis zu 60 Mitglieder unterstützten die Naturfreunde beim Stadtfest. Sie wissen auch, wofür sie es tun: "Wir brauchen die Einnahmen für die Jugendarbeit, für die Ausbildung von Ski- und Snowboardlehrern", sagt Kempter.