Das Stockacher Narrengericht arbeitet am Generationenwechsel – und hat bei seiner Hauptversammlung weitere Schritte in diese Richtung getan, wie es nun in einer Pressemitteilung heißt. So haben die drei Gerichtsnarren, die an Dreikönig neu aufgenommen wurden, nun auch neue Ämter. Markus Buhl wird demnach Narrenwirt. Er löst den bisherigen Narrenwirt Siegfried Endres ab, der allerdings weiterhin im Kollegium aktiv bleibt.

Die freie Stelle des Zeugmeisters übernimmt Frank Walter, der ebenfalls neu in das Stockacher Narrengericht aufgenommen wurde. Das Amt hatte zuvor kommissarisch Harry Hahn, Majordomus und Beisitzer, übernommen. Und der dritte Neukollege, Marcel Reiser, ist nun Archivar des Kollegiums. Er arbeitet dabei mit dem „Archivar Emeritus“, Thomas Warndorf, zusammen, der seit 2019 Altkollege ist. Schon seit zwei Jahren ist Reiser auch Chronist des Narrengerichts.

Nach zwei Jahren als Beisitzer scheidet Ordensmeister Markus Vollmer aus dem Vorstand aus. Für ihn rückt Hubert Reiser, Narrenpolizei und Reisemarschall, als Beisitzer in den Vorstand nach. Narrenrichter Jürgen Koterzyna begrüßt laut der Mitteilung diesen Schritt, da man nun auch im Tagesgeschäft auf das fundierte Wissen um das Vergangene und fast Vergessene zurückgreifen könne. Bei seinem Posten als Narrenrichter hat sich übrigens nichts geändert: Koterzyna wurde bei den turnusgemäßen Wahlen für drei weitere Jahre an der Spitze des Kollegiums bestätigt.

In den kommenden Wochen wird das Narrengericht noch einen Nachfolger für das Amt des Narrenschreibers finden dürfen, nachdem Stefan Keil dieses nur noch kommissarisch bekleiden wird. Seine Aufgaben als Leiter Kultur und Tourismus bei der Stockacher Stadtverwaltung lassen dies auf Dauer nicht zu, heißt es in der Pressemeldung. Keil wird sich künftig vor allem um den Arbeitskreis Narresome kümmern und bleibt als Schnittstelle zu Kultur und Tourismus im Kollegium. Oliver Kaufmann als Säckelmeister und Laufnarrenvater Michael Zehnle komplettieren den Vorstand des Narrengerichts.