Stockach Geheimnis gelüftet: Narrengericht-Team gewinnt TV-Quiz und erspielt Geld für Jugendarbeit

Die Stockacher Narrengericht-Mitglieder Thomas Warndorf und Stefan Keil waren in der TV-Sendung "Die Quiz-Helden" und erspielten 1500 Euro für die närrischen Jugendgliederungen. Sie erzählen, wie es dazu kam und die TV-Aufzeichnung ablief. Das Rate-Duo erklärte dem Moderator in der Sendung auch die heimische Fasnacht.

Nervös? Nein, das waren Thomas Warndorf, Archivar und Kläger des Narrengerichts, und Gerichtsschreiber Stefan Keil eigentlich nicht, als sie als Vertreter des Stockacher Narrengerichts in der Sendung “Die Quiz-Helden – Wer kennt den Südwesten?” hinter dem Ratepult standen. Viel Technik und Kameras zu allen Seiten ist zum Beispiel Warndorf seit 14 Jahren gewöhnt.

Wie souverän sich die beiden gaben, konnten die Stockacher selbst am Sonntagnachmittag sehen, als die bereits vor einigen Wochen aufgezeichnete Folge lief. Bis dahin mussten beide schweigen und durften nicht verraten, ob sie gewonnen oder verloren hatten.

"So sehen Sieger aus!"


Jetzt ist es offiziell und das Narrengericht verkündete stolz: “So sehen Sieger aus! Das Kollegium und der Narrenrichter sind mächtig stolz auf die beiden.” Als waschechte Quiz-Helden brachten sie 1500 Euro mit nachhause, die nun an die an die Jugendarbeit der fünf Stockacher Gliederungen gehen und damit die heimischen Fasnacht honorieren und fördern.

Eigentlich hat Stockach schon eine gewisse Bekanntheit durch die jährliche Übertragung der Narrengerichtsverhandlung. Jetzt nach der Sendung sind Stadt und Narrengericht sogar noch ein bisschen prominenter, denn Moderator Jens Hübschen ließ Warndorf und Keil natürlich über die Stockacher Tradition erzählen. Die beiden traten auch stilecht in den weißen Hemden mit der 1351 am Kragen auf. Wie bekannt und beliebt das Narrengericht ist, zeigte auch eine Begegnung mit Kandidaten aus dem Westerwald für eine weitere Quiz-Aufzeichnung. “Sie haben mich erkannt und sagten, dass sie immer das Narrengericht anschauen”, erzählt Warndorf.

"Da sieht man, wie weit das Narrengericht reicht." Durch die TV-Übertragungen kam der Quiz-Show-Auftritt übrigens auch zustande. Die Produktionsfirma fragte beim Narrengericht an, ob es nicht ein Team ins Rennen schicken wolle. "Bei den Überlegungen sind Stefan Keil und ich dann übrig geblieben", sagte Warndorf.

Volle Punktzahl nach der ersten Runde


Nach Telefoninterviews und einem Casting in Stuttgart kamen in Baden-Baden im SWR-Studio eine Proberunde ohne Publikum und schließlich die Aufzeichnung für die Sendung mit Zuschauern. Die Aufzeichnungen dauerte etwas länger, als die Sendezeit (45 Minuten). Keil war im Vorfeld gespannt, was drin geblieben war oder geschnitten wurde. "Die Aufzeichnung war völlig harmlos, wir sind gut darauf vorbereitet worden", fasste Warndorf zusammen.

Aus der ersten Runde gingen Warndorf und Keil mit der vollen Punktzahl von 30 Punkten heraus, hatten also alle Fragen richtig beantwortet. Ihre Konkurrenten hatten 20 Punkte. In der zweiten Runde gab es Duelle der Kandidaten gegeneinander. Sie endete mit 45 zu 75 für die Stockacher. "Wir hatten schon einen großen Vorsprung und konnten uns auch etwas raten erlauben", erinnert sich Warndorf. In der Endrunde maßen sich die beiden mit dem Expertenteam, das aus Clemens Bratzler, Nathalie Lumpp und Giovanni Zarella bestand und erspielten am Ende einen Betrag von 1500 Euro. 1000 aus den Vorrunden und 500 aus dem Duell mit den Experten.

Bei einer Frage der letzten Runde kam Warndorf neben dem Ausschlussverfahren auch das Zeitungslesen zugute. "Es ging um ein musikalisches Werk in Tübingen und das hatte ich zufällig im SÜDKURIER gelesen", sagte er. Der Promi-Gegner wusste die Antwort (Kommissar-Wallander-Oper) nicht.

Schließlich waren Freude und Jubel im Studio groß, als Thomas Warndorf und Stefan Keil 1500 Euro gewonnen hatten. "Wir waren sehr stolz. Es war nur blöd, dass wir es keinem sagen durften", erzählte Warndorf über die Heimkehr.

Sein Fazit über die Teilnahme an der Sendung: "Es hat Spaß gemacht und war lustig." Und Keil ergänzte: "Wir hatten einen tollen Tag und haben uns auch gut mit unseren Gegnern verstanden." Es sei schade, dass nur ein Team mit einem Gewinn nachhause gehen könne. Keil sah für das Quiz einen Vorteil im Altersunterschied zwischen ihm (43) und Thomas Warndorf (70). "Damit konnten wir ein breites Wissensspektrum abdecken. Thomas Warndorf ist auch ein schlauer Fuchs."

Die Sendung ist in der Mediathek der ARD frei zugänglich ansehbar.

Beispiele aus dem Quiz

Thomas Warndorf und Stefan Keil mussten zunächst Fragen aus den Kategorien "Politik, Zeitgeschehen und Wirtschaft", “Kultur und Medien”, “Essen und Trinken” beantworten, zu denen jeweils ein prominenter Experte anwesend war. Zu jeder Frage gab es drei Antwortmöglichkeiten. Eine Frage war zum Beispiel, wofür Göppingen bekannt ist. Warndorf wusste: Modeleisenbahnen. Auch dass eine Sonder-Zwei-Euro-Münze von Rheinland-Pfalz das Gebäude Porta Nigra zeigt, wusste der 70-Jährige. Welche Früchte werden in der Pfalz angebaut? Mit Feige lieferten die beiden auch hier die richtige Antwort. (löf)

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