Ein Fest mit Gästen war der Wunsch der Mitglieder der Garde der Zoznegger Schneckenbürgler Narrenzunft. Am vergangenen Freitagabend wurde daraus Realität: Anlässlich ihres 50. Geburtstages wurde mit zahlreichen Gästen ausgiebig und kräftig gefeiert. Doch nicht nur die Garde hatte Grund zu feiern. Mit den Burggeistern blickte auch eine weitere Gruppierung auf ihr mittlerweile 20-jähriges Bestehen zurück.

Ein regelrechter Schneesturm, begleitete den Umzug auf seinem Weg durch Zoznegg. Auch die Wiesenblumen aus Wahlwies und die Kühe hatten ihre Mühe damit. Bild: Doris Eichkorn
Ein regelrechter Schneesturm, begleitete den Umzug auf seinem Weg durch Zoznegg. Auch die Wiesenblumen aus Wahlwies und die Kühe hatten ihre Mühe damit. | Bild: Doris Eichkorn

Einer der Mitorganisatoren war Tobias Kempter. Er selbst war zuerst Mitglied der Burggeister, einer Gruppierung aus minderjährigen Zunftmitgliedern. Auch war er einer der Haupttriebfedern, welche nach ihrem Herauswachsen aus dem Jugendalter und dem Kostüm vor der Wahl stand, sich für eine neue Gruppierung zu entscheiden. Die Geister jedoch wurden für diese jungen Männer Teil ihrer Fasnachtskultur, und sie wollten sich keiner anderen Gruppierung anschließen. So traten sie mit dem Vorschlag an, eine komplett neue Figur mit aufwendigerem Kostüm – sozusagen als Pendant zur Jugendgruppe – zu erschaffen. Als Vorbild fungierte die Garde, welche ebenfalls in zwei Altersgruppen im Verein besteht.

Wie in jedem echten Bienenvolk, so auch in Boll. Die Bienenkönigin, Lisa Löffler, steht stets im Mittelpunkt des Volkes. Bild: Doris Eichkorn
Wie in jedem echten Bienenvolk, so auch in Boll. Die Bienenkönigin, Lisa Löffler, steht stets im Mittelpunkt des Volkes. | Bild: Doris Eichkorn

Dem Wunsch wurde entsprochen und die Figur umgesetzt. Kempter und die mittlerweile große Schar der großen Burggeister ist dankbar hierüber, was sich auch in der sehr guten Moral bei der Umsetzung der Geburtstagsfeier niederschlug. Auch Narrenpräsident Uwe Theis, welcher in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER den großen Freiraum bei den Vorbereitungen welche die Vorstandschaft den jungen Mitgliedern einräumte, hervorhob, war begeistert von der Tatkraft der Geburtstagskinder und aller weiterer Zunftgruppierungen.

"Tierisch" viel los war nicht nur in der Weiherbachhalle bei der Geburtstagsparty, auch beim Umzug war neben den Bienen, Stieren und Hobixern auch die Hoppetenzeller Frösche unterwegs um zu gratulieren. Bild: Doris Eichkorn
"Tierisch" viel los war nicht nur in der Weiherbachhalle bei der Geburtstagsparty, auch beim Umzug war neben den Bienen, Stieren und Hobixern auch die Hoppetenzeller Frösche unterwegs um zu gratulieren. | Bild: Doris Eichkorn

Den Auftakt zur Geburtstagssause bildete die Saalöffnung der Weiherbachhalle, welche nach und nach von eintreffenden Gruppierungen genutzt wurde, um die Zeit bis zum Umzugsbeginn zu überbrücken. Danach zogen alle Narren in Richtung Stockach um, um zur Umzugsaufstellung zu gelangen. Der Umzug der närrischen Gratulantenschar selbst setzte sich bei starkem Schneetreiben, dick eingepackt und mit munteren Rufen zur Weiherbachhalle in Bewegung. Musikgruppen und Hästräger feierten dort – unterhalten durch DJ Kaufe und vielen Showeinlagen.

Abend wird zur runden Sache

Den Auftakt der Tanzvorführungen bestritten die Sauldorfer Swamp-Hoppers, welche mit ihrer Choreographie genau ins Schwarze trafen. Auch mit fetzigen Klängen durch die Musikgruppen wurde der Abend zu einer runden Sache. „So etwas habe ich noch nie in Zoznegg erlebt“, so Theis über die Party. "Wir mussten alle verfügbaren Quellen anzapfen, um unsere Gäste bis zuletzt bedienen zu können“, lobte er den guten Besuch.