Da staunten die Autofahrer auf der Bundesstraße 313 am Montagnachmittag nicht schlecht. Ein Traktor hatte auf dem Rückweg von Mühlweiler aus kommend in Richtung Hoppetenzell rund fünf Tonnen Getreide verloren. Wie die Polizei auf Nachfrage des SÜDKURIERS mitteilte, ging gegen 14.30 Uhr ein entsprechender Anruf auf dem Polizeirevier in Stockach ein.

Bordwand geht einfach auf

Was war geschehen? Gerhard Wemmer war mit seinem Traktor und rund fünf Tonnen Weizen auf der Ladefläche in Richtung Hoppetenzell unterwegs, als er in einer Kurve der Bundesstraße bemerkte, dass er Ladung verlor. „Die seitliche Bordwand ist beim Fahren einfach aufgegangen“, sagte er. Er habe gleich bemerkt, dass etwas nicht stimme. Wie es allerdings zu dem Vorfall gekommen sei, dazu könne er derzeit noch nichts sagen. Auch über die Schadenshöhe könne er noch keine Angaben machen.

Eine der beiden Kehrmaschinen räumt das Weizen von der Straße und transportiert es in einen der beiden Bagger. Bild: Matthias Güntert
Eine der beiden Kehrmaschinen räumt das Weizen von der Straße und transportiert es in einen der beiden Bagger. Bild: Matthias Güntert | Bild: Matthias Güntert

Die verlorene Ladung verteilte sich über mehrere hundert Meter zentimeterdick auf beiden Fahrbahnseiten. Die dazu gerufene Straßenmeisterei begann kurz nach dem Eintreffen mit den Aufräumarbeiten. Im Zuge derer wurde die Bundesstraße beidseitig gesperrt. Um die Sperrung so kurz wie möglich zu gestalten, rief Gerhard Wemmer, der einen landwirtschaftlichen Betrieb in Mainwangen betreibt, Kollegen zur Hilfe, die die Mitarbeiter der Straßenmeisterei unterstützten. „Das gibt Arbeit, bis das alles wieder von der Straße runter ist“, lautete seine Einschätzung.

Mehrere hundert Meter lang war die Getreidespur auf der Bundesstraße 313 zu sehen. Bild: Matthias Güntert
Mehrere hundert Meter lang war die Getreidespur auf der Bundesstraße 313 zu sehen. Bild: Matthias Güntert | Bild: Matthias Güntert

Und damit sollte Wemmer Recht behalten. Die Aufräumarbeiten waren nur durch die Zuhilfenahme von schwerem Gerät möglich. Neben zwei Kehrmaschinen rückten die Helfer dem verstreuten Weizen auch mit zwei Baggern zu Leibe. Mithilfe der Gerätschaften wurde das Getreide in einen bereitstehenden Anhänger verladen und abtransportiert. Was mit der verlorenen Ladung geschehen wird, dazu hat Gerhard Wemmer eine klare Vorstellung: „Wir werden das Weizen so gut es geht von der Straße entfernen, es anschließend reinigen und dann wiederverwenden“, verriet er.

Fast zu klein für den Bagger: Für die Räumungsarbeiten mussten auch zwei Kehrmaschinen angefordert werden. Eine davon kam von einem befreundeten Landwirt des Unfallfahrers. Bild: Matthias Güntert
Fast zu klein für den Bagger: Für die Räumungsarbeiten mussten auch zwei Kehrmaschinen angefordert werden. Eine davon kam von einem befreundeten Landwirt des Unfallfahrers. Bild: Matthias Güntert | Bild: Matthias Güntert

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