Seit Jahren wartet man darauf, doch ein grundlegender Erfolg blieb bisher aus: Die Sanierung des Schulhofs an der Anton-Sohn-Schule im Ortsteil Zizenhausen sei eine „ewige Baustelle“, wie es Ortsvorsteher Michael Junginger ausdrückt. Seit Juli ist er auch Mitglied im Gemeinderat und fragte in dessen jüngster Sitzung nach, wie der Stand der Dinge sei.

Willi Schirmeister, Leiter des städtischen Bauamtes, sagte darauf, ein Planer sei beauftragt, aber auch diese seien derzeit stark ausgelastet. Sobald die Planung da sei, wolle man die Arbeiten möglichst schnell umsetzen. Und Bürgermeister Rainer Stolz ergänzte, die Lage im Bausektor sei frustrierend. Auch die Stadtverwaltung habe zuletzt einen Mitarbeiter im Bereich Tiefbau verloren. Auch wenn der Name nicht fiel, bezog sich dies auf Reiner Müller, der nun im Eigeltinger Gemeinderat sitzt, was aufgrund der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit Stockach nicht mit Arbeit für die Stadtverwaltung vereinbar ist.

In Zizenhausen sorge der Schulhof jedenfalls für Frust, schildert Ortsvorsteher Junginger nun auf Anfrage: „Das möchten wir im Dorf seit Jahren umgesetzt haben.“ Der Belag des Hofes sei sehr alt, sodass immer wieder Kinder beim Spielen über Unebenheiten stolperten. Die schlimmsten Ecken seien durch Bauzäune abgesperrt. Und Eltern hätten sogar in Eigeninitiative bei Firmen angefragt, ob sie die Arbeiten übernehmen könnten, sagte er schon in der Sitzung.

Man wolle versuchen, diese Unternehmen bei einer Ausschreibung zu berücksichtigen, sagte Stolz dabei auf Nachfrage von Junginger. Der Ortsvorsteher möchte verhindern, dass das Thema immer wieder durchrutsche: „Deswegen hake ich nach.“ Denn die Prioritäten lege der Gemeinderat fest, nicht die Verwaltung. Zudem seien Mittel im Haushalt vorhanden und der Schulhof sei Wahlkampfthema vor der Kommunalwahl im Mai gewesen.

Auch CDU-Fraktionschef Wolfgang Reuther sprang Junginger bei. Man müsse es als Stadt doch hinkriegen, dass die Sanierung noch in diesem Jahr klappt, sagte er in der Sitzung und bat die Verwaltung, das Thema nun mit Nachdruck anzugehen.