Schon immer habe sie sich eine Filmaufführung in ihrer Buchhandlung gewünscht, bekannte Diana Taddia. Darum freute sie sich selbst auf die Premiere des Films „Der marktgerechte Mensch“.

Das Thema interessierte wohl viele Menschen, denn alle Sitzplätze waren belegt und manch einer verschaffte sich stehend einen Überblick. Das freute Hans Steisslinger, der den Film kurz vorstellte und den anschließenden Austausch moderierte.

Film ist furch viele Spender ermöglicht worden

„Der marktgerechte Mensch“ ist ein über Crowdfunding finanzierter Film, das heißt mehr als 2500 Menschen haben ihn mit kleinen und großen Spenden ermöglicht.

Der Film zeichnet ein menschenverachtendes Bild der europäischen und globalen Wirtschaft. Die soziale Marktwirtschaft und gesellschaftliche Solidarsysteme, die hart erkämpft wurden, stünden zur Disposition.

Belegt wird dies anhand Beispielen von Radkurieren, dem Leben rumänischer LKW-Fahrer, Arbeitnehmern in Billigmode-Ketten, aber auch Arbeitnehmern, die in der Wissenschaft arbeiten und Menschen, die in der Geschäftsassistenz scheinbar florierender Unternehmen arbeiten.

Diana Taddia freut sich, dass in ihrer Buchhandlung die Filmpremiere von „Der marktgerechte Mensch“ läuft. Hans Steisslinger hat den Film vorgestellt und moderiert den anschließenden Austausch.
Diana Taddia freut sich, dass in ihrer Buchhandlung die Filmpremiere von „Der marktgerechte Mensch“ läuft. Hans Steisslinger hat den Film vorgestellt und moderiert den anschließenden Austausch.

Zudem wird der neue Arbeitsmarkt von Freiberuflern im digitalen Bereich vorgestellt und die Arbeitsbedingungen in äthiopischen Industrieparks, in denen vor allem Näherinnen für global agierende Textilunternehmen tätig sind.

„Fatal ist, dass all diese gezeigten Arbeits- und Lebensformen sehr oft mit sozialer Isolierung und Einsamkeit verbunden sind“, steht in der Pressemitteilung zum Film.

Es gibt Gegenmodelle zum Kapitalismus

Oftmals könnten auch in Deutschland Menschen nicht von ihrem Job leben. Die Last von Vereinsamung und Überforderung wird klar geschildert. Das Fatale daran sei: Viele glaubten selbst schuld zu sein und schämen sich.

Doch auch Auswege werden geschildert, Solidarisierung und Schaffung von Netzwerken beispielsweise oder die Gemeinwohlökonomie als Gegenstück zur freien Marktwirtschaft. Im Austausch nach dem Film war der komplexe Finanzmarkt und seien Auswirkungen großes Thema.

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