In Stockach beginnt sie, die B 14, und sie endet nach über 400 Kilometern an der tschechischen Grenze bei Waidhaus. Historisch geht diese heutige Bundestraße auf die Via Carolina aus dem 14. Jahrhundert zurück, welche die Reichsstädte Nürnberg und Prag miteinander verband. Ein Verkehrsweg mit langer Geschichte also.

8000 Tonnen Asphalt verbaut

Derzeit saniert das Tuttlinger Unternehmen Storz die B 14 zwischen Stockach und Tuttlingen in zwei Bauabschnitten auf insgesamt 3550 Metern Länge. Die Fahrbahn bekommt laut einer Pressemitteilung neue Binder- und Deckschichten, die Bankette werden inklusive der Kanaleinläufe erneuert. Über 8000 Tonnen Asphalt wurden nach den fast dreiwöchigen Vorarbeiten an insgesamt fünf Tagen eingebaut.

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Das erstmals mithilfe eines FDVK-Systems. Diese Abkürzung steht für „flächendeckende Verdichtungskontrolle“. Es geht dabei um die Verdichtung der bei dieser Baustelle aufgebrachten heißen Asphaltschichten. Die müssen nämlich innerhalb eines genau festgelegten Temperaturfensters gewalzt und damit verdichtet werden. Insgesamt sieben Walzen erledigten das an der B 14.

Vier Walzen mit neuem System

Vier von ihnen hat das Unternehmen mit dem GPS-gestützten System ausgerüstet und miteinander vernetzt. Es überwacht automatisch die Anzahl der Walzübergänge und stellt diese grafisch und farblich den Fahrern dar. Die sehen sofort, wo alles in Ordnung ist, oder wo sie noch einmal verdichten müssen. „Diese elektronische Hilfe erhöht und sichert die Einbauqualität“, sagt Christian Rebmann, Leiter Asphalteinbau bei Storz. „Wir testen dieses neue System auf dieser Baustelle in der Praxis, bevor wir es allgemein im Unternehmen einführen. Damit sind wir in dieser Region die Ersten.“

Über 8000 Tonnen Asphalt wurde auf der Bundesstraße 14 zwischen Stockach und Tuttlingen eingebaut. Die beiden Bauabschnitte hatten zusammen eine Länge von mehr als dreieinhalb Kilometern.
Über 8000 Tonnen Asphalt wurde auf der Bundesstraße 14 zwischen Stockach und Tuttlingen eingebaut. Die beiden Bauabschnitte hatten zusammen eine Länge von mehr als dreieinhalb Kilometern. | Bild: Storz Verkehrswegebau

Dabei zählten insbesondere die hier gemachten Erfahrungen der Walzenfahrer. Etwa, wenn es um GPS-Abschattungen auf bewaldeten Teilstücken an der B 14 gehe. FDVK ist also eine Art elektronisches Teamwork. Das passt ganz gut zu dieser Baustelle, denn hier ist der Zeitdruck groß: Samstagsarbeit war vom ganzen Team gefordert.