Stockach Erste Fasnachtsbilanz der Polizei: Der Schmotzige Dunschtig blieb im Raum Stockach ruhig

Der Polizeibericht verzeichnet nur eine einzige Meldung. Das liege im Trend für den ganzen Landkreis, sagt Polizeisprecher Bernd Schmidt.

Die Polizei blickt auf einen vergleichsweise ruhigen Schmotzigen Dunschtig zurück. Dies erklärt Bernd Schmidt, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, auf Nachfrage. Im täglichen Pressebericht der Polizei findet sich für den Raum Stockach nur ein Vorfall, der direkt mit der Fasnacht zu tun hat. Demnach hat ein 27-Jähriger einem anderen Mann, der ebenfalls 27 Jahre alt ist, mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen. Der Vorfall ereignete sich laut der Pressemitteilung am Donnerstag gegen 19.30 Uhr in einem Partyzelt am Gustav-Hammer-Platz. Der Getroffene sei aber nur leicht verletzt worden. Die Polizisten haben dem Tatverdächtigen laut der Pressemitteilung einen Platzverweis erteilt. Das Polizeirevier Stockach bittet unter der Telefonnummer (077 71) 93 91 0 um Hinweise von Zeugen, um den Sachverhalt zu klären. Abgesehen von diesem Vorfall sei es am Hochtag der Fasnacht im Raum Stockach allerdings ruhig geblieben, sagt Schmidt. Dies passe außerdem in den Trend im ganzen Landkreis Konstanz. Den insgesamt seien weniger Vorfälle zu verzeichnen gewesen als in den Jahren zuvor.

Ähnlich hört sich das Stimmungsbild an, das Gerhard Buchstab, Leiter des Polizeireviers Stockach, abseits der Ereignismeldungen im Polizeibericht schildert. Bei den Besuchern habe am Donnerstag eine friedliche Stimmung geherrscht, die keinerlei Anlass zur Besorgnis gegeben habe, berichtet er. Buchstab war selbst am Schmotzigen in Stockach im Dienst. Sein Eindruck sei einerseits gewesen, dass Alkohol – häufig ein Auslöser für Gewalt – nur in Maßen getrunken wurde. Andererseits finde der Hauptteil der Fasnacht am Schmotzigen Dunschtig in Stockach tagsüber statt und es sei nicht die ganz große Masse an Besuchern auf vergleichsweise kleinem Raum dabei wie bei manch einem Narrentreffen.

Einer, der vor allem relativ nah an den Jugendlichen der Region ist, ist Stadtjugendpfleger Frank Dei. Die Stadtjugendpflege war mit einem Kinder- und Jugendangebot im Zelt auf dem Platz vor der Kirche St. Oswald am Schmotzigen Dunschtig vertreten. Dort habe vor allem vormittags relativ wenig Betrieb geherrscht, nachmittags habe es aber einen recht guten Zulauf von Kindern und Jugendlichen gegeben, erzählt Dei am Tag danach. Auch Jugendliche, die zu einer problematischen Gruppierung gehören, seien dort gewesen, berichtet der Stadtjugendpfleger. Diese Gruppe war bis in den Herbst hinein durch Gewalttaten aufgefallen. Kurz vor Weihnachten gab es eine groß angelegte Untersuchung der Polizei. Diese polizeiliche Aktion hat, so Deis Einschätzung heute, offenbar ihre Wirkung nicht verfehlt. Die fraglichen Jugendlichen hätten am Schmotzigen Dunschtig nämlich eher erzählt, dass sie sich zurückhalten und gar nicht erst irgendwo hingehen wollten, wo sie wieder in eine Gewaltsituation verstrickt werden könnten.

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