Wie weit sollte ein Gebäude, das im Stockacher Industriegebiet Hardt steht, sichtbar sein? Diese Frage warf Alice Engelhardt (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses des Stockacher Gemeinderats auf. Sie sprach an, dass man das neue Hochregallager von Möbel Stumpp im Hardt schon von der Bundesstraße 34 aus sehen könne: „Das nimmt schon Einfluss auf das Landschaftsbild„, so Engelhardt. Ihre Fragen: Könnte man nicht gedecktere Farben vorschreiben? Oder hohe Bäume vor das Gebäude pflanzen? Karl-Hermann Rist (Grüne) wies darauf hin, dass das Gebäude an einem hohen Punkt stehe und deswegen gut zu sehen sei.

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Bürgermeister Rainer Stolz sprach sich gegen zu viele Reglementierungen aus: „Deutschland braucht auch Flächen, die für solche Zwecke nutzbar sind.“ Die Bauten im Hardt würden Stockacher Unternehmen dienen, was auch in diesem Fall geklappt habe – und was auch mit der Finanzausstattung der Stadt zusammenhänge. Gebäudefarben seien zudem im Bebauungsplan geregelt. Über Pflanzen könne man aber sicher reden, so Stolz. Roland Fiedler (Freie Wähler) warf die Frage auf, was man pflanzen könnte, was hoch genug für ein Hochregallager sei. Auch er sprach sich gegen Reglementierungen aus, zumal der Baugrund im Hardt schlecht sei und Bauherren Geld koste.

Günter Dick, Geschäftsführer des Stumpp-Mutterhauses Möbel Dick, zeigte sich verwundert, dass ein Gebäude in schlichtem Weiß eine Diskussion auslösen könnte. Er stellt klar, dass er von sich aus nichts unternehmen werde, weil alle Vorgaben eingehalten worden seien. Gegen Baumpflanzungen habe er aber im Grundsatz nichts einzuwenden. Doch er sagt dazu auch: „Bis jetzt ist noch niemand deswegen auf mich zugekommen.“ Und: Der große Schriftzug mit dem Firmennamen sei am Gebäude angebracht, weil Lastwagenfahrer aus ganz Europa das Unternehmen ansteuern und das Gebäude dann von weit her sehen würden. Eine weiträumige Werbewirkung habe nicht im Mittelpunkt gestanden.