Abteilungskommandant Rüdiger Lempp ist in einer komfortablen Lage: Auch tagsüber weist die Abteilung Wahlwies eine ordentliche Mannschaftsstärke vor, so dass das Löschfahrzeug immer besetzt werden kann. Mit 48 Mitgliedern der Einsatzabteilung, darunter 10 Frauen, ist die Abteilung sehr gut aufgestellt. Allerdings stößt das Gerätehaus definitiv an seine Grenzen. In den Garderoben sind alle Plätze belegt, so dass die Garderobe der Jugendgruppe nur in der Fahrzeughalle untergebracht werden konnte. Lempp sagte, erste Gespräche mit dem Bürgermeister zur Entschärfung der Platzsituation habe es bereits im vergangenen Jahr gegeben, eine konkrete Lösung sei jedoch noch nicht in Sicht.

Wärmebildkamera macht sich bezahlt

Der Abteilungskommandant berichtete von 15 Einsätzen, darunter ein Großbrand bei einem Autoverwerter und einige Verkehrsunfälle, aber auch einige Fehleinsätze. Mit der Wärmebildkamera, die die Abteilung Im letzten Jahr erhielt, können verrauchte Räume besser abgesucht und Menschen, aber auch Glutnester leichter gefunden werden. In Eigenleistung wurden am Hänger eine größere und sicherere Rampe angebracht sowie die Möblierung im Büroraum erneuert. Schriftführer Tobias Bertsche erwähnte 21 Proben, vier davon gemeinsam mit der Abteilung Espasingen. Der Jahresausflug nach Tettnang sowie der Hüttenaufenthalt im Bregenzerwald hätten viel zur sehr guten Kameradschaft innerhalb der Abteilung beigetragen. Als beste Probenbesucher ohne eine einzige Fehlprobe wurden Niklas Petermann und Axel Rath ausgezeichnet. Für nur eine Fehlprobe erhielten Giovanni Dimasi, Achim Joos, Tobias Lempp, Raphael Mandrella und Manuel Mauch ein Präsent.

Jugendfeuerwehr arbeitete simulierte Einsätze ab

Sehr aktiv waren auch die zwölf Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Neben regelmäßigen Proben nahmen sie unter anderem am Sternmarsch in Böhringen und am Kreisjugendfeuerwehrzeltlager auf der Reichenau teil. Bei einem "Berufsfeuerwehrtag" mit Übernachtung im Gerätehaus arbeiteten die Jugendlichen mehrere simulierte Einsätze ab, wie Jugendleiter Raphael Mandrella darstellte. Auch die Finanzen stimmen: Der Kassenbericht von Fabienne Hauser wies ein leichtes Plus aus. Die Kassenprüfer Michael Ruß und Peter Biedermann bescheinigten ihr eine einwandfreie Kassenführung.

Bürgermeister Rainer Stolz hob hervor, wie kompetent, leistungsstark und schlagkräftig die Abteilung innerhalb der Gesamtwehr Stockach sei. Er dankte auch im Namen des Gemeinderats für das Engagement und zeigte sich insbesondere hocherfreut über den hohen Anteil an Frauen bei der Wehr.