Stockach Ein erster Schritt zum Solarpark an der Autobahnausfahrt Stockach-West

Die Firma Solarcomplex plant einen Solarpark bei der Autobahnausfahrt Stockach-West. Auf fünf Hektar Land soll Sonnenenergie erzeugt werden.

Es sei noch nicht gesagt, ob das Projekt realisiert werde, angesichts geringer Resourcen sollte man es trotzdem entsprechend unterstützen. Mit diesen Worten kommentierte der Stockacher Bürgermeister Rainer Stolz in der jüngsten Sitzung des gemeinsamen Ausschusses der Verwaltungsgemeinschaft Stockach die Absicht der Firma Solarcomplex, im Bereich der Autobahnausfahrt Stockach-West einen Solarpark zu schaffen.

Es geht um fünf Hektar Land zwischen den Auf- beziehungsweise Abfahrten und der Autobahn. Weil diese zu den Gemeinden Stockach und Orsingen-Nenzingen gehörenden Flächen innerhalb der beiden "Ohren" der Autobahnauffahrt im Flächennutzungsplan als Landwirtschaftsfläche dargestellt sind, müssen sie nun zur Sonderbaufläche umgewidmet werden, wozu der gemeinsame Ausschuss in seiner Sitzung im Stockacher Rathaus einhellig seine Zustimmung gab.

Zuvor meldeten sich jedoch Mitglieder des Ausschusses zu Wort, der sich aus den Bürgermeistern bzw. Gemeinderatsmitgliedern von Stockach, Bodman-Ludwigshafen, Eigeltingen, Hohenfels, Orsingen-Nenzingen und Mühlingen zusammensetzt. Von ihnen wurde daran erinnert, dass es im Bereich dieser Auffahrt eine kreuzungsfreie Verknüpfung mit der Bundesstraße 313 geben sollte und dass auch der Anschluss zum benachbarten Industriegebiet Hardt sauber zu lösen sei. Darüber hinaus solle man in diesem Zusammenhang auch an die geplante Umfahrung Nellenburg denken. Schließlich wurde auch ein verstärkter Bau von Photovoltaikanlagen auf Hausdächern angemahnt, statt Solarparks in der freien Natur anzulegen. Vom Stockacher Bürgermeister als Ausschussvorsitzendem wurde zugesichert, dass man alle diese Anregungen im Auge behalten werde.

Der weitere Verlauf der Ausschusssitzung drehte sich um Vorhaben, die schon mehrfach die einschlägigen Gremien beschäftigten. So ging es wieder einmal um die Absicht, das bis auf den letzten Quadratmeter besetzte interkommunale Gewerbegebiet Blumhof bei der Autobahnauffahrt Stockach-Ost auf Kosten einer heute als Obst- bzw. Rosenanlage genutzten Fläche um 7,55 Hektar zu erweitern, von denen 5,26 Hektar gewerblich nutzbar sind. Inzwischen fand eine Bürger- und Behördenanhörung statt. Die dabei eingegangenen Anregungen wurden in die Planung aufgenommen und vom Ausschuss einstimmig abgesegnet. Nun steht die öffentliche Auslegung der Pläne bevor.

Auch einem Wohnbau- beziehungsweise Gewerbeflächentausch in drei Gemeinden wurde einhellig zugestimmt (Eigeltingen: Betzengrube/Bollenberg Nord; Rorgenwies: Am Steinbühl/Altweiler; Stockach: Greben im Ortsteil Winterspüren/Seeda im Ortsteil Wahlwies). Auch bei diesem bereits bekannten Thema ging es um die Behandlung der Stellungnahmen und eine erneute öffentliche Auslegung.

Flächennutzungsplan

Ein Flächennutzungsplan gehört zur sogenannten vorbereitenden Bauleitplanung. "Im Flächennutzungsplan ist für das ganze Gemeindegebiet die sich aus der beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung ergebende Art der Bodennutzung nach den voraussehbaren Bedürfnissen der Gemeinde in den Grundzügen darzustellen", heißt es dazu im Baugesetzbuch. Grob gesagt beantwortet der Flächennutzungsplan die Frage, welche Fläche für welche Entwicklung und Nutzung vorgesehen werden soll. (eph)

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