Viele kennen sie, die Stadtansicht von Stockach, die prächtig hinter der Bühne des Pallottiheims, des Veranstaltungshauses der katholischen Kirchengemeinde Stockach, steht. Und vielleicht fände es manch einer reizvoll, sich mit dieser Ansicht ein Stück Oberstadt ins Haus zu holen. Nun ist der Hintergrund der Pallotti-Bühne ein wenig, nun ja, zu unhandlich dafür. Selbst wenn die Gemeinde das Bild verleihen würde, gäbe es wohl kaum ein Wohnzimmer, in dem es Platz hätte.

Doch Abhilfe naht. Denn ab sofort haben wirklich alle Bürger die Möglichkeit, sich eine Stockacher Stadtansicht von Karl Rudigier nach Hause zu holen, gewissermaßen eine Scheibe davon abzuschneiden – wenn auch nur eine ganz kleine. Denn Karl Rudigier hat auch das Motiv des Stockacher Adventskalenders gestaltet. In diesem Fall ist die Stadtansicht im Gegensatz zum großen Bild natürlich jahreszeitlich angepasst, auf Dächern und dem Kuony-Brunnen liegt eine heimelige Schneeschicht.

Und damit das optische Vergnügen nicht von leiblichen Gelüsten getrübt wird, ist der Stockacher Adventskalender auch nicht zum Anbeißen gemacht. "Kalorienarm" nennt das Kulturamtsleiter Stefan Keil in einer Pressemitteilung. Darin heißt es, dass sich hinter den Türchen winterliche und weihnachtliche Motive befinden. Wer jetzt enttäuscht den Kopf hängen lässt, sollte immer daran denken: Endlich gibt es ein Stück Stockach zum An-die-Wand-Hängen. Und dieses Stück passt wirklich in jedes Wohnzimmer.